Bevölkerungsentwicklung


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Anstieg der Einwohnerzahl um 9.3% von 2009 bis 2019

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Bevölkerungentwicklung in Linz zwischen 2009 und 1.1.2019[1]


Die in Linz mit Hauptwohnsitz gemeldete Bevölkerung ist im Laufe der letzten 10 Jahre zwischen 1.1.2009 und 1.1.2019 um insgesamt 9,3 % gestiegen. Zu Beginn des Jahres 2019 zählte Linz 206.895 EinwohnerInnen.[1]

Linz ist die einzige Großstadt Österreichs, die mit einer Anzahl von 157.000 Arbeitsplätzen fast doppelt so viele Stellen aufweist, wie die Stadtbevölkerung deckt. Dieser enorme Arbeitsplatzüberschuss bewirkt eine dementsprechend hohe Einpendlerrate aus den Umlandgemeinden von Linz, was enorme Verkehrsprobleme in der Stadt bewirkt. Im Ballungsraum, der Metropolregion Linz, leben laut Eurostat-Erhebung von 2016 rund 781.833 Menschen.[2] [3]

Folgen des Bevölkerungszuwachses

Im Juli 1957 waren noch 2,87 Milliarden Menschen auf der Welt, im Jahr 2050 werden wir laut Prognosen der Vereinten Nationen 9,8 Milliarden und im Jahr 2100 11,2 Milliarden sein[4] , wodurch die bereits 1972 erstmals vom Club of Rome aufgezeigten Grenzen des Wachstum der Erde in lebensbedrohender Weise erreicht werden[5] . Die Folgen sind laut den Genozidforschern Univ.-Prof. Gunnar Heinsohn & Univ.-Prof. Hartmut Dießenbacher von der Universität Bremen: Klimawandel, kriegerische Auseinandersetzungen, Flüchtlingswellen, Bodenversiegelung, Trinkwasserverknappung, Wasserverschmutzung, Überlastung und Stau auf vielen Verkehrswegen, gesundheitsschädigende Feinstaub-Konzentration in der Luft, Überschreitung zulässiger Stickoxid-Limits und klimaschädigende CO2-Emissionen, zu viel Müll & Wohnungsknappheit in Großstädten, Gesundheitsgefährdung durch Elektronik-Schrott-Deponien in Afrika und Problemstoff-Entsorgung in Asien, steigende Gefahr atomarer Zwischenfälle wie in Tschernobyl/Fukushima durch weltweit immer mehr Atomkraftwerke, Abschmelzen der Gletscher und des Eises am Nordpol und am Südpol, Hochwässer und Stadt-Hitze über 35° im Sommer[6]. Im Sinne der Empfehlungen des Club of Rome sollte daher jede Großstadt, jeder Staat und ganz Europa als neues hochrangiges ökologisches Ziel das Konstanthalten der Bevölkerung anstreben anstatt die bisherigen zu hohen Bevölkerungswachstumsraten fortzuschreiben.[6]

Religion

Gemäß der Volkszählung von 2001 verteilt sich die Religionszugehörigkeit wie folgt:[7][8]

  • 60,9 % römisch-katholisch
  • 21,6 % ohne Bekenntnis
  • 6,7 % islamisch
  • 4,4 % evangelisch]]
  • 2,5 % christlich-orthodox
  • 3,9 % Andere Religionen

Von 1867 (Religionspatent) bis 1938 bestand in Linz nach Zuwanderung aus dem Raum Nürnberg, Böhmen und Mähren eine kleine jüdische Gemeinde die in den 1920er-Jahren am Höchststand knapp 1.000 Mitglieder zählte – die Mehrheit davon lebte im Stadtteil Urfahr.[9] Schon 1877 errichtete die junge Gemeinde die Linzer Synagoge. Bereits zu Beginn der 1930er setzte angesichts des wachsenden Antisemitismus die Emigration ein. Ab dem Anschluss 1938 setzte die organisierte Vertreibung und Ermordung ein, jüdisches Eigentum wurde „arisiert“. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört. Auf dem gleichen Grundstück wurde 1968 eine neue Synagoge eröffnet. Heute zählt die jüdische Gemeinde Linz weniger als 100 Angehörige.[8]

Bedeutende religiöse Einrichtungen der Stadt sind der Neue Dom, der Alte Dom, die Stadtpfarrkirche, die Wallfahrtsbasilika Pöstlingberg sowie die Pfarr- und die Friedenskirche Urfahr, die Martinskirche und die Pfarrkirche Ebelsberg. Darüber hinaus befindet sich die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz und der Bischofssitz der Diözese Linz in der Stadt.[8]

Die größte nicht-christliche Glaubensgemeinschaft der Stadt arbeitet gegenwärtig an der Verwirklichung eines Kulturzentrums im Süden der Stadt, der neben einem Betraum auch islamische Vereine, Sozial- und Kultureinrichtungen beherbergen soll.[8]

Weitere Informationen

Siehe auch

Web-Links

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bevölkerungentwicklung in Linz zwischen 2009 und 1.1.2019, Büro Stadtregierung Linz - Stadtforschung, abgerufen am 4.5.2019
  2. Eurostat Urban Audit: Metropolregionen (Larger Urban Zone) Stand 2017, abgerufen am 15. April 2018
  3. Wikipedia: Linz - Bevölkerung, abgerufen am 4.5.2019
  4. Nachhaltige Politik: Bevölkerungsentwicklung, abgerufen am 4.5.2019
  5. Grenzen des Wachstum der Erde, Nachhaltige Politik, abgerufen am 4.5.2019
  6. 6,0 6,1 LinzWiki: Bodenversiegelung: Folgen und Alternativen
  7. Volkszählung 2001 – Religionszugehörigkeit (PDF), www.linz.at
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 LinzWiki: Linz - Religion
  9. Daniela Ellmauer, Michael John, Regnia Thumser: ‚Arisierungen‘, beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen in Oberösterreich. Veröffentlichung der Österreichischen Historikerkommission, Band 17/1, Oldenbourg Verlag, Wien/München 2004, S. 43 (Buchauszug online auf googlebooks.com)