VÖEST-Brücke

Aus LinzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Karte wird geladen …
Die VÖEST-Brücke von der Eisenbahnbrücke aus gesehen

Die VÖEST-Brücke (auch: Linzer Autobahnbrücke) ist eine der drei Linzer Brücken über die Donau. Als Teil der A 7 Mühlkreis Autobahn ist sie eine Autobahnbrücke mit Vignettenpflicht, hat aber auch zwei Wege für Fußgänger und Radfahrer. Die Brücke hat eine Länge von 410 m, ihre Breite beträgt 32 m. Sie wurde 1968-1972 errichtet. Ab Frühjahr 2018 wurde die Brücke um sogenannte "Bypass-Brücken" erweitert, die seit der Eröffnung im Juni und August 2020 den Verkehr aller Auf- und Abfahrten tragen. Im Jahr 2022/23 soll die alte Hauptbrücke saniert werden.

Trotz des Namensteils VÖEST liegt die Brücke mehrere Kilometer vom gleichnamigen Stahlkonzern (heute: voestalpine) entfernt. Dies führt gelegentlich zur Verwechslung mit der unmittelbar beim Werksgelände die Donau querenden Steyregger Brücke.

Bauwerk

Die Brücke verfügte lange Zeit über 6 Fahrstreifen. Davon waren zwei pro Fahrtrichtung Teil der Richtungsfahrbahn. Jeweils ein Fahrstreifen diente der Auffahrt oder Abfahrt für die Ansschlussstellen nördlich (Urfahr) und südlich (Hafenstraße) der Brücke. Zusätzlich befand sich auf beiden Außenseiten jeweils ein baulich abgetrennter Fahrrad- und Fußgängerstreifen. Durch die 2020 für den Verkehr freigegeben Bypassbrücken wurden vier zusätzliche Fahrspuren geschaffen, die nun den Verkehr der Auf- und Abfahrten beiderseits der Donau tragen.

Markantes Element der Brücke ist der 65 m hohe Pylon. An ihm sind nach Norden und Süden jeweils drei Stahlseile angebracht, die die Fahrbahn tragen. Die Bypassbrücken ergänzten das Bild mit jeweils einem zusätzlichen, etwas niedrigeren und etwas näher am rechten Donauufer stehenden Pylon.

Sanierung und Erweiterung 2018-2023

Modell der Erweiterung mit den Bypass-Brücken

Ab Beginn 2018 wurde die Brücke saniert und erweitert. Es wurden dazu zwei Bypass-Brücken links und rechts der bisherigen Fahrbahnen errichtet, die dauerhaft bestehen bleiben. Ab der Verkehrsfreigabe im Juni (Fahrrichtung Süden) und Ende August (Fahrtrichtung Norden) tragen diese den Verkehr der Auf- und Abfahrten, also der Fahrzeuge, die an einer der Anschlussstellen auf- oder abfährt. Nach Projektabschluss wird nur der "Durchgangsverkehr" die alte Hauptbrücke nutzen. Architektonisch ergänzen zwei zusätzliche kleinere Pylone den großen Hauptpylon. Auch die Fuß- und Radwege beiderseits der Brücke wurden erneuert. Die Kosten wurden bei Projektabschluss der Bypassbrücken mit rund 200 Millionen Euro angegeben.[1]

Im Sommer 2019 wurde die stromaufwärts gelegene Bypassbrücke (Fahrtrichtung Süden) montiert. Die stromabwärts gelegene Brücke (Fahrtrichtung Norden) wurde im Dezember 2019 montiert. Die erste (stromaufwärts) gelegene Bypassbrücke wurde im Juni 2020 für den Verkehr freigegeben.[2] Am 28. August 2020 wurde auch die zweite Bypassbrücke für den Verkehr freigegeben. Entgegen früheren Planungen wurde die Sanierung der (alten) Hauptbrücke vorerst verschoben, bis die weiteren Linzer Brückenbauprojekte (Westring-Brücke, Neue Donaubrücke) abgeschlossen sind[3]. Dies ist nun für die Jahre 2022-2023 geplant.

Als Vormontageplatz wurde ein Gelände auf der nördlichen (linken) Donauseite, knapp stromabwärts der Brücke, genutzt. Dort wurden die Brückenteile zusammengesetzt und schließlich per Ponton zum Bestimmungsort transportiert. Das mittlere Brückenteil der stromabwärts liegenden Brücke war dabei rund 90 Meter lang, 70 Meter breit und knapp vier Meter hoch und wog rund 1.000 Tonnen.[4]

Fotos

Quellen

Wikipedialogo125x125.png
Es gibt auch in der Wikipedia einen Artikel zum Thema VÖEST-Brücke.