Grünzug-Umwidmung Freinberg 2018

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Ende 2018 geriet der Grünzug am Freinberg, um den Minigolfplatz Freinberg, in die öffentliche und politische Diskussion.

Umwidmung von 106 Hektar Grünland im Raum Linz im November 2018

Mitte November 2018 wurden rund um Linz 106 Hektar Grünland umgewidmet[1] [2]. Der Schutz des Grüngürtels hat demnach in der Stadtentwicklung von Linz offensichtlich zusehends weniger Bedeutung. Jüngste Beispiele in Oberösterreich dafür sind Umwidmungen in St. Isidor in Leonding, in Pichling und im Bezirk Grieskirchen sowie das Vorhaben des Schulvereines des Aloisianums, auf dem Minigolfplatz am Freinberg Wohnungen zu errichten. Beide Flächen sind noch dazu im überregionalen Grünzug des Landes ausgewiesen. Die geplante Aufweichung der bestehenden Schutzbestimmungen ist bedenklich. Die Linzer brauchen strengere Regeln, um wichtige Grün- und Naherholungsflächen besser zu schützen.[3]

Errichtung von Wohnungen am Minigolfplatz am Freinberg (Nov. 2018)

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Minigolfplatz Freinberg in Linz
Minigolfplatz Freinberg in Linz

Der Schutz des Grüngürtels hat in der Stadtentwicklung von Linz zusehends weniger Bedeutung. Jüngste Beispiele dafür sind das Stadionprojekt in Pichling und das Vorhaben des Schulvereines des Aloisianums, auf dem Minigolfplatz am Freinberg Wohnungen zu errichten. Beide Flächen sind noch dazu im überregionalen Grünzug des Landes ausgewiesen. Die geplante Aufweichung der bestehenden Schutzbestimmungen ist bedenklich. Die Linzer brauchen strengere Regeln, um wichtige Grün- und Naherholungsflächen besser zu schützen.[3]

Facebook-Seite und Anrainer-Petition "GRÜNLAND MUSS GRÜNLAND bleiben"

Die Anrainer und Linzer, welche zum Sport, Walking oder Laufen regelmäßig auf den Freinberg kommen, haben inzwischen sowohl eine Facebookseite [4] für ihr Anliegen zum Schutz der Grünzonen in Linz gegründet als auch eine Bürgerpetition an das Land Oberösterreich und Stadt Linz [5] eingerichtet, an der sich bis 31.3.2019 bereits 464 Unterstützende eingetragen haben.

Gutachten gegen geplanten Wohnbau am Freinberg (Mai 2019)

Im Kampf gegen ein Wohnbauprojekt statt des Mini-Golf-Platzes am Freinberg hat die Bürgerinitiative "Linzer Grüngürtel schützen, jetzt!" ([5][4]) laut einem Artikel vom 3.5.2019 in der Zeitung "Stadt-Rundschau Linz" vom 3.5.2019 ein Gutachten vorgelegt. Dieses stellt einer Umwidmung des Minigolfplatz-Geländes in Bauland ein "vernichtendes Urteil" aus. Das Aloisianum möchte den Grund nach einer lukrativen Umwidmung verkaufen, um damit die Renovierung der Schule zu finanzieren. Das Areal wurde dafür eigens vom Land OÖ aus dem unter Schutz stehenden Grünzug herausgenommen. Gutachterin Olga Lackner: "Die Herausnahme aus dem Grünzug und die geplante Umwidmung des Grundstücks ist fachlich nicht nachvollziehbar und entspricht keinem öffentlichen Interesse." Unter anderem würden durch den Wohnbau Frischluftwinde entscheidend gebremst, das typische Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigt und ein Signal für weitere Widmungsbegehrlichkeiten am Freinberg gegeben werden. "Das ist nicht im Interesse unserer Stadt und der Linzer. Für den Geldbedarf des privaten Aloisianums gibt es intelligentere Formen, als den Grüngürtel zu zerstören", sagt die Sprecherin der Bürgerinitiative, Renate Ortner. Vizebürgermeister Markus Hein liegen mehr als 1.000 Unterschriften und 140 Seiten Einwände vor. Der Ball liegt nun beim Gemeinderat. Ortner appellierte an alle Gemeinderäte, der Umwidmung nicht zuzustimmen. [6]

Umwidmung im Gemeinderat Jänner 2020

Vom Linzer Gemeinderat wurde die Umwidmung im Jänner 2020 genehmigt[7]. Die Grünen und die NEOS hatten dabei die Umwidmung gestimmt. Zuvor hatte die Bürgerinitiative angeboten, das Areal selber zu kaufen. Auch der Linzer Altbürgermeister Franz Dobusch hatte sich gegen die Umwidmung ausgesprochen.[8]

Negative Auswirkung auf Stadt-Durchlüftung, Mikroklima & Gefahr weiterer Umwidmungen als Folge

Die grüne Naturschutzstadträtin Eva Schobesberger artikuliert die Bedenken der Anrainer: von Froschberg und Freinberg: "Der Linzer Grüngürtel verschwindet Stück für Stück. Die Bebauung dieses Grundstücks zerstört wichtigen Naherholungsraum und wirkt sich auf die Durchlüftung der Stadt und somit auf unser aller Lebensqualität negativ aus,“ so die „Es besteht keinerlei Notwendigkeit, das Grün- zu Bauland zu widmen und den Grüngürtel hier empfindlich zu beeinträchtigen“, kritsiert auch Stadtplaner und NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Stadtplaner Potocnik sieht „einen planerischen Dammbruch“: „Wenn wir hier lockerlassen und ohne fachliche Begründung und städtebauliche Notwendigkeit den Grüngürtel anschneiden, wird es gerade am Freinberg auch juristisch schnell haarig. Nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung - baurechtlich und verfassungsrechtlich gesichert - können einige andere Bauherren hier 'Lust' auf Bauland und Widmungsgewinne bekommen“, befürchtet Potocnik.[9]. Die große Bedeutung von Grünflächen für das Mikroklima und zur Bekämpfung von Stadt-Hitze im Sommer wird auf der Internetseite EU-Klimaziele: Stadt-Mikroklima[10] beschrieben.

Weitere Informationen

Siehe auch

Web-Links

Einzelnachweise