Benutzer:Wirthi/Geschichte der Linzer Friedhöfe


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In diesem Artikel wird die Geschichte der Linzer Friedhöfe beschrieben.

Geschichte

Größere Friedhöfe im Stadtzentrum

Martinskirche, Schlossfriedhof

Der erste christliche Friedhof dürfte sich bei der Martinskirche befunden haben. Ab dem 13. Jahrhundert befand sich ein Friedhof (Schlossfriedhof) bei der Gangolph-Kirche beim Linzer Schloss. Der Friedhof wurde 1493 aufgelassen, die verbliebenen Gebeine zum Friedhof beim Bürgerspital verlegt.

Friedhof am heutigen Pfarrplatz

Mit dem Aufstieg der Stadt wurde ab 1226 ein neues Gotteshaus, die heutige Stadtpfarrkirche errichtet. Ein Friedhof bei dieser Kirche, am heutigen Pfarrplatz, wird durch eine Urkunde aus dem Jahr 1335 bestätigt. Am Friedhof befand sich die St. Anna-Kapelle. Der Friedhof wurde ab 1541 nicht mehr neu belegt, aufgrund der herrschenden Pestgefahr. Als Ersatz wurde in Friedhof außerhalb der damaligen Stadt, beim Bürgerspital (heute Schillerpark) angelegt. Zahlreiche der Gräber blieben aber noch lange bestehen. Noch aus dem Jahr 1742 sind Grabkreuze belegt. Endgültig geschlossen und abgetragen wurde der Friedhof 1872.

Friedhof beim Bürgerspital (Taubenmarkt)

Ein Friedhof beim Bürgerspital, etwa beim heutigen Taubenmarkt gelegen, ist ab 1328 belegt. Er wurde zunächst als Personalfriedhof genutzt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Friedhof allgemein von der Linzer Bevölkerung genutzt. Der Friedhof wurde dazu erweitert, und mit einer Mauer umgeben. Er wurde in dieser Form 1534 geweiht. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts, rund 50 Jahre nach Beginn der allgemeinen Nutzung, wurde der Friedhof zu klein. Er wurde in weiterer Folge weiter nach Süden, in die Nähe der Seilerstätte verlegt.

Friedhof Landstraße/Seilerstätte, Geisterburg

An dieser Stelle befand sich seit 1541 eine Kapelle samt Friedhof. 1581 wurde ein Friedhofsgebäude errichtet. Das Friedhofsareal umfasste die Gebiete zwischen Landstraße, Rudigierstraße, Seilerstätte und Hafferlstraße. 1658 wurde an der Front zur Landstraße eine Kapelle errichtet und der Heiligen Barbara geweiht; Nach ihr ist heute noch der Barbarafriedhof benannt. Der Friedhof an der Landstraße wurde 1785/86 geschlossen und 1796 endgültig aufgelassen. Die Kapelle (Kirche) wurde abgetragen.

St.-Barbara-Gottesacker

Aufgrund zweier Hofdekrete von Kaiser Josef II aus dem Jahr 1774 wurden Friedhöfe aus hygienischen Gründen vor die Städte verlegt. Um 1785 wurde der Rapplhof aufgekauft, an dessen Stelle sich heute die Verwaltung des Barbarafriedhofs befindet. Das Friedhofsareal umfasste zunächst eine Fläche von 16.000 Quadratmetern. In den Folgejahren wurde das Gelände schrittweise erweitert. Heute umfasst der Friedhof eine Fläche von rund 12 Hektar und hält rund 20.000 Gräber.

Kleinere Friedhöfe im Stadtzentrum

Minoritenkloster

Ein Friedhof im Landhaus-Arkadenhof, betrieben durch das Minoritenkloster. Genutzt bis 1566.

Friedhof der Barmherzigen Brüder
Friedhof der Elisabethinen
Friedhof bei der "Unteren Wörth"

Dieser Friedhof befand sich bei der Einmündung der Ludl in Donau, etwa bei der heutigen Tabakfabrik. Sie wurde vorrangig als Begräbnisstätte für Hingerichtet der sich ebenfalls dort befindlichen Richtstätte genutzt, aber auch für Aussätzige, Ketzer, und Juden.

Friedhöfe außerhalb des Stadtzentrums

Friedhof Urfahr
Bergfriedhof Pöstlingberg
Urnenfriedhof Urfahr
Urnenfriedhof Kleinmünchen
Friedhof Ebelsberg
Kriegerfriedhof Pöstlingberg
Stadtfriedhof Linz/St. Martin

Quellen