Bürgerspital

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Das Bürgerspital war eine Krankeneinrichtung in Linz. Sie bestand vom 14. Jahrhundert bis 1786. Sie befand sich beim heutigen Winkler-Bau an der Kreuzung Bethlehemstraße-Landstraße.

Das Spital

Das Bürgerspital war kein Krankenhaus im heutigen Sinn, sondern ein Heim für geistig oder körperlich beeinträchtigte Bürger.[1]

Grundbesitz

Das Bürgerspital besaß weite Gründe. Sie reichten entlang des Grabens bis zum Dorf Lustenau im Osten und zum Stockhof im Südwesten. Der heutige Straßenname Spittelwiese erinnert an die ehemalige Spitalswiese.

Kirche und Friedhof

Christus am Ölberg an der Rückseite des Hauses Landstraße 15

Beim Bürgerspital befand sich eine dem Heiligen Geist geweihte Kirche und ein Friedhof. Es wurde Pfärrlein in der Vorstadt genannt. Er wurde zunächst als "Personalfriedhof" für das Bürgerspital genutzt. Ab dem 16. Jahrhundert als Friedhof für alle Linzer, aufgrund der herrschenden Pestgefahr. Der Friedhof wurde Ende des 16. Jahrhunderts aufgelassen, die Toten ab dann im Friedhof Geisterburg (Landstraße auf Höhe der Seilerstätte) bestattet, später am heutigen Barbarafriedhof

Die Kirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts profanisiert. 1895 wurde das ehemalige Kirchengebäude abgerissen. Es erinnert an sie eine Ölberg-Szene an der Rückseite des Hauses Landstraße 15.

Nachnutzung

Heutiges Gebäude "Winkler-Bau"

Nach Aufhebung des Bürgerspitals im Jahr 1786 beherbergte das Gebäude zunächst die Linzer Post, später eine Volksschule (Spitals-Schule oder St.Josephs-Pfarrschule) und kurzzeitig auch die Polizei. 1931/32 wurde das Gebäude durch die Bauherren Gebrüder Winkler neu errichtet und trägt nun den Namen Winklerbau.

Quelle

  • Franz X. Rohrhofer: Der Linzer St. Barbara-Friedhof. 230 Jahre Kulturgeschichte einer Stadt. Hrsg: St. Barbara-Gottesackerstiftung. ISBN 3903040037