Coronavirus-Pandemie 2020

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Die Coronavirus-Pandemie ab 2020 ist eine durch den Sars-CoV-2-Virus ausgelöste Pandemie, die die Krankheit Covid-19 verursacht. Sie verursachte im Frühjahr (ab Mitte März) und Winter 2020/2021 grobe Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben, in Bildung, Kultur und Wirtschaft.

Gesetzliche Regelungen

Am 11. März 2020 gab die Österreichische Bundesregierung bekannt, dass Veranstaltungen von mehr als 100 Personen in Innenräumen und mehr als 500 Personen im Freien abzusagen sind. In weiterer Folge wurden die Regelungen nach und nach verschärft und in Ausgangsbeschränkungen (ausgenommen notwendige Einkäufe, Beruf, Spaziergänge alleine oder mit Personen des gleichen Haushalts). Restaurants waren ab 16. März 15:00 zu schließen. Universitäten und Hochschulen waren ab 16. März zu schließen (de factor wurden viele bereits ab 11. März geschlossen). Kindergärten, Horte und Schulen stellten den Betrieb per 16. März ein (zunächst war 18. März angekündigt worden), boten allerdings einen Betreuungsdienst an.

Veranstaltungen wurden zunächst bis Ende Juni verboten, Großveranstaltungen bis Ende August.

Über den Sommer wurde die COVID-19-Lockerungsverordnung ausgearbeitet und gelegentlich novelliert. Die Verordnung wurde schließlich in COVID-19-Maßnahmenverordnung umbenannt. Während das Land relativ gut durch den Sommer kam, stiegen die Infektionszahlen im Herbst stetig an, und die Verordnung musste ab Ende Oktober wieder deutlich verschärft werden. Nach einem "weichen" Lockdown ab Anfang November wurde ab Mitte November ein "harter Lockdown" wiederholt. Nach Lockerungen für den Weihnachtseinkauf und teilweise die Weihnachtsfeiern im Familienkreis, wurde der Lockdown von 26. Dezember bis zumindest 24. Jänner fortgesetzt.

Ablauf der Maßnahmen

Erster Lockdown März-Mai 2020

Insbesondere im März und April waren zahlreiche Dienstleistungen und Angebote stark eingeschränkt, Kultureinrichtungen geschlossen. Im Mai und Juni wurden die schrittweise Öffnungen vorgenommen. Einen Rückschlag gab es Anfang Juli 2020 durch einen stärkeren lokalen Ausbruch im Linzer Zentralraum.

Zweiter Lockdown November-Dezember 2020

Ein weiterer europaweiter Anstieg erfolgte im Herbst, ab September und verstärkt im Oktober. Die führte zunächst zu einem weichen Lockdown Anfang November (Kultureinrichtungen und Gastronomie geschlossen, aber Handel geöffnet), ab Mitte November wieder zu einem harten Lockdown mit Schulschließungen und Sperren im Handel (ausgenommen Güter des täglichen Bedarfs). Dieser Lockdown wurde per 7. Dezember 2020 beendet.

Dritter Lockdown Dezember 2020 bis Jänner 2021

Während zu den Weihnachtsfeiertagen (24. und 25. Dezember) unter Einschränkungen kleinere Familienfeiern möglich waren, wurde für die Zeit ab dem 26. Dezember schließlich ein dritter Lockdown verkündet. Dieser sollte zunächst bis inklusive 17. Jänner dauern. Allerdings sollten Personen, die an den Massentests im Jänner nicht teilnehmen, mit längeren Einschränkungen leben müssen. Dieses "Freitesten" wurde jedoch aufgrund fehlender Zustimmung der Oppositionsparteien nicht umgesetzt, der Lockdown bis zumindest 24. Jänner 2021 verlängert. Der Lockdown wurde abermals bis 7. Februar verlängert.

Massentests

Massentests Dezember 2020

Im Dezember wurden auch in Oberösterreich Massentests durchgeführt. Von 4. bis 6. Dezember wurden Pädagogen getestet, in der folgenden Woche Polizisten. Freiwillige Massentests für die breite Masse der Bevölkerung folgten von 11. bis 14. Dezember. In Oberösterreich nahmen an dieser ersten Testreihe rund 27,5% der "testfähigen" Bevölkerung teil. Von 344.369 getesteten Oberösterreichern waren 1.306 positiv, rund 0,38%. Genutzt wurde ein Antigen-Schnelltest basierend auf einem Abstrich der Nasenhöhle.

Teststraßen befanden sich an folgenden Standorten: Design Center, Sportmittelschule Linz-Kleinmünchen, Volkshaus Dornach, TipsArena, Tabakfabrik, Volkshaus Harbach, Volkshaus Bindermichl, Korefschule, Rennerschule, BRG SolarCity, Hüttnerschule. War zunächst noch eine Vorab-Online-Anmeldung vorgeschrieben, wurde aufgrund der ohnehin geringen Auslastung an den meisten Standorten später der Test auch ohne Anmeldung durchgeführt. Lediglich die Standorte im nördlichen Linz waren stark ausgelastet.

Freiwillige Tests Ende Dezember 2020

Auch nach den Massentests waren freiwillige, kostenlose Testungen möglich. Oberösterreich bot dies an vier Standorten in den Vierteln sowie einem Standort in Linz (Berufsschule Linz 8) an.[1] Nachdem diese Kapazitäten schnell ausgeschöpft waren, wurden weitere Standorte angeboten, unter anderem im Design Center Linz.

Massentests Jänner 2021

Im Jänner 2021 wurde eine weitere Massentestreihe angeboten werden. Die Teilnahme an dieser Testreihe sollte den Getesteten Vorteile bringen, beispielsweise, nach der (negativen) Testung weiterhin mit einfacher Mund-/Nasenschutzmaske einkaufen gehen zu können; für ungetestet Personen wäre ab dem 18. Jänner eine FFP2-Schutzmaske vorgeschrieben. Die Anmeldung zu den Tests ab 15. Jänner war ab Montag 3. Jänner möglich. Während der Großteil Österreichs auf Österreich testet[2] setzte, nutzte Linz ein eigenes System[3]. Nachdem die Oppositionsparteien einem entsprechendem Gesetz die Zustimmung verweigerten, konnte dieses "Freitesten" nicht umgesetzt werden. Zumindest in Oberösterreich wurden daraufhin die Massentests auf ein Wochenende später verschoben. Letztlich sollten sie aber durch dauernde Teststationen ersetzt werden.

Dauer-Teststationen ab Ende Jänner 2021

Ab Ende Jänner 2021 sollen dauerhafte Teststationen Oberösterreichweit eingerichtet werden. In Linz gibt es drei Teststationen[4]:

  • Design Center, Europaplatz 1
  • Kepler Universitätsklinikum MC V, Ausbildungszentrum, Krankenhausstraße 26-30
  • Ordensklinikum Barmherzige Schwestern, Ordensklinikum Elisabethinen, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Magazingasse 8

Einschränkungen während des Lockdowns

Die angegebenen Einschränkungen sind ständigen Änderungen unterworfen - bitte bei den Institutionen direkt in Erfahrung bringen, wie die aktuelle Situation vor Ort ist!

Magistrat Linz
  • Nur unbedingt notwendige Dienste des Magistrats werden bis auf Weiteres angeboten. Das Alte und das Neue Rathaus sind für den KundInnenverkehr geschlossen.
Linz AG
Restaurants

Alle Restaurants waren ab 17. März geschlossen. Lieferservices dürfen jedoch ausliefern, auch die Abholung bestellter Waren wurde im April wieder erlaubt.

Kultureinrichtungen

Kultureinrichtungen (Museen, Theater, etc.) sind geschlossen.

Bildungseinrichtungen
  • Universitäten sind seit 11. März, spätestens aber seit 16. März geschlossen.
  • Kindergärten, Horte und Schulen sind seit 16. März geschlossen, bieten aber einen Betreuungsdienst an. Für Kindergärten wurden die Betreuungsdienste an 9 Standorten gebündet[5].

Abgesagte Veranstaltungen

Betroffene Veranstaltungen waren unter anderem:

Initiativen von Linzer Experten zur Linderung der Coronafolgen

Petition zur besseren Bekämpfung der Corona-Pandemie mit ZeroCovid-Strategie

Frau Dr. Daniela Litzlbauer, HNO-Fachärztin aus Linz mit Ordination in St. Valentin startete am 2.1.2021 gemeinsam mit 7 Ärzten aus Ried, Wien und Freistadt anlässlich der neu aufgetretenen Corona-Mutation B-1.1.7, die uns mit einer wahrscheinlich um 50% gesteigerten Übertragungsrate bedroht, eine Online-Petition [6], mit der eine bessere Bekämpfung der Corona-Pandemie mit einer NoCovid- bzw. ZeroCovid-Strategie gefordert wird. Bis 23. Januar 2021 haben bereits 4.839 Unterstützende diese Petition unterstützt, wobei ein Quorum von 18000 Unterstützern angestrebt wird, damit das Parlament um eine Stellungnahme gebeten wird. Die Petition läuft noch bis Ende Februar 2021. Ausgangspunkt und Motiv für die Petition ist die alarmierende Tatsache, dass die Übersterblichkeit in Österreich im Dezember 2020 mehr als 50% über der durchschnittlichen Sterblichkeit in den letzten 5 Jahren war. In den USA und in Schweden lag dieser Wert unter 20%, in Norwegen sogar unter 0%.[6] [7]

Quellen

Webseite