Bruckner Tower

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Der Bruckner Tower ist ein in Bau befindliches Hochhaus-Projekt im Linzer Bezirk Urfahr. Er wird an der Adresse Wildbergstraße 18 am früher von der Anton-Bruckner-Universität genutzten Gelände errichtet. Ursprünglich sollte er mit 31 Geschoßen eine Höhe von rund 97 Metern erreichen. Im August 2020 erreichte er seine finale Bauhöhe von 98,6 Metern und war damit knapp auf dem ersten Platz der höchsten Hochhäuser in Linz.

Nach der Bauverhandlung im März 2018[1] erfolgte der Baustart im Sommer 2018, das Projekt soll im Sommer 2021 fertiggestellt sein. Die Anton Bruckner International School bezog ihre Räumlichkeiten per Schulbeginn 2020/2021.

Gebäude und Bauprojekt

Bruckner Tower: mit 97 m das dritthöchste Gebäude in Linz

Während ursprünglich Doppeltürme geplant (Bruckner Towers) waren,[2] wird das Hochhaus nun als ein Turm mit 31 Geschoßen über der Erde errichtet. Er soll eine Höhe von ca. 97 m erreichen und wäre damit das dritthöchste Gebäude in Linz nach dem Neuen Dom und dem Terminal Tower - tatsächlich übertrifft er letzteren um wenige Zentimeter. Das Gebäude wird rund 355 Wohnungen umfassen. Die Tiefgarage wird 376 Stellplätze für PKW und 137 Abstellflächen für Motorräder bereit stellen.

Planungsphase: ursprünglich waren Doppeltürme vorgesehen

Die Doppeltürme sollten eine Höhe von 93 Metern erreichen. Sie waren auch wie beim nun ausgeführten Projekt vorrangig für Wohnungen vorgesehen; insgesamt sollten rund 280 Eigentumswohnungen errichtet werden. Im Sockelgebäude sollte die Schule LISA Junior untergebracht werden.[2]. Die Ausführung mit zwei Türmen hätte im Unterschied zum realisierten Projekt den Nachteil gehabt, dass die Aussicht und Uneinsehbarkeit in den höher gelegenen Wohnungen nicht so hochwertig gewesen wären.[2]

Das Projekt wurde Ende November 2015 vom Gestaltungsbeirat der Stadt Linz vorerst abgelehnt, da die vorgelegten Pläne für eine Beurteilung noch nicht ausreichten. Grundsätzlich gab es zwar eine Einigkeit darüber, dass es sich hier um ein wichtiges Projekt für die Stadt Linz handelt. Doch um das rund 60 Millionen Euro teure Bauvorhaben der Bruckner Immobilien Entwicklungs GmbH umfassend beurteilen zu können, würde der Gestaltungsbeirat detailliertere Pläne brauchen. Dazu gehörte etwa die Frage, ob es wirklich nur eine Wohnnutzung in den Hochhäusern geben kann. Auch die Verkehrsanbindung aus der Tiefgarage war zu diesem Zeitpunkt noch nicht schlüssig genug mit Plänen belegt. Die beiden Hochhaus-Türme sollten 280 Eigentumswohnungen beherbergen und wurden vom Gestaltungsbeirat als Initialprojekt für die Stadtentwicklung in Urfahr gesehen.[2]

Einrichtungen im Bruckner Tower

Neben den Wohnungen werden folgende Einrichtungen im Bruckner Tower untergebracht:

Service und Ausstattung

Niedrigstenergie-Bauweise mit gekühlten Räumen

  • Mechanische Wohnraumlüftung
  • Fernwärme
  • Fußbodenheizung
  • Fußbodenkühlung
  • Kühldecke (ab 28. OIG)
  • Fenster mit 3-fach-Isolierglas
  • Außenjalousien
  • Sehr geringer Heizwärmebedarf: HWB=17 kWh/m²/a (Baukörper Wohnen)

Urbanes Wohnen und nachhaltige Mobilität

Vom BRUCKNER TOWER aus erreichen die Bewohner beinahe alle Geschäfte und Einrichtungen des täglichen Bedarfes zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Umweltbewusste Wohnungskäufer können also als eine Option Ihr Auto getrost stehen lassen. Die Tiefgarage des BRUCKNER TOWERS bietet jedoch ausreichend (376) Stellplätze für PKW und zusätzliche, individuelle Abstellflächen für Motorräder (137), welche auch für E-Bikes verwendet werden können. Im ersten unterirdischen Geschoß besteht auf Wunsch eine Lademöglichkeit für Elektro-Autos und Hybridautos.[3]

Verkehrsanbindung

Service- und Sicherheitseinrichtungen

Insgesamt 4 Lifte sorgen dafür, dass jeder Bewohner oder Besucher zügig an sein oder ihr Ziel im Tower gelangt, ohne lange warten zu müssen. Im großen und hellen Eingangsbereich befindet sich der Empfang. Im BRUCKNER TOWER steht den Bewohnern - wie in nur wenigen Objekten in Linz - ein Portier zur Verfügung, der auch Pakete entgegennimmt, bis zur Rückkehr abwesender Bewohner lagert und Besucher empfängt. Modernste Standards sorgen dafür, dass sich auch ältere Bewohner in Ihrem neuen Zuhause rundum sicher fühlen können. Ein intelligentes Zutritts- und Aufzugssystem stellt sicher, dass nur berechtigte Personen (Bewohner bzw. Besucher) Zutritt zum Gebäude erlangen und jene Stockwerke erreichen, in denen sich ihre Wohnung oder Allgemeinflächen befinden. Alle Wohnungen sind mit Videosprechanlagen ausgestattet. Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine Kameraüberwachung beispielsweise bei den Zufahrten zu den Tiefgaragengeschoßen oder bei den Fahrradräumen.[3]

Klimawandel erhöht Nachfrage für Wohnen im Hochhaus

Hochhäuser schneiden bei Nachhaltigkeit und Ökologie besonders gut ab

In puncto Nachhaltigkeit und Ökologie schneiden Hochhäuser besonders gut ab. Sie ermöglichen bei wenig Flächenverbrauch bzw. Bodenversiegelung den Bau vieler Wohnungen, oft mehreren hundert Wohnungen in einem Hochhaus. Zudem haben sie eine positive Energiebilanz, was ebenfalls durch das günstigere Verhältnis von Oberfläche und Volumen begründet ist. Auch die Ver- und Entsorgung ist - zumindest bezogen auf die Grundstücksgrenze - sehr effizient, da vereinfacht gesagt ein großer Hausanschluss ebenfalls gleich mehrere Hundert Nutzer bedient. Die zentrale Lage sorgt, obendrein gepaart mit etwaigen Dienstleistungseinrichtungen direkt im Haus, für kurze Wege und vermeidet so drastisch den Individualverkehr.[4]

Immer wichtiger: Niedriger Heizwärmebedarf, Kühlung & geringer Flächenverbrauch

Die Thematik ressourcenschonender Energieversorgung mit niedrigem Heizwärmebedarf (HWB) wird für Wohnungs-Interessenten immer wichtiger. Durch den Klimawandel kam es in den letzten Jahren an immer mehr Tagen im Sommer zu unerträglich hohen Temperaturen in Wohnungen ohne Klimatisierung (Stadthitze). Da die Erderwärmung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, wird die Nachfrage nach Neubau-Wohnungen mit kostengünstigen und modernen Klimaanlagen und /oder in der Nähe von großen kühlenden Wasserflächen oder Flüssen weiter zunehmen. Gesetzliche Hindernisse durch veraltete Wohnungseigentumsgesetze erschweren die Nachrüstung von Klimaanlagen im vorhandenen Eigentumswohnungsbestand und verstärken daher die Nachfrage zu hochwertigen Klimawandel-gerechten Neubau-Eigentumswohnungen mit geringem Flächenbedarf bzw. geringer Bodenversiegelung. Für Olivier Bastin, CEO Immobel Luxembourg, ist Hochhausbau auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz: »Die Weltbevölkerung wächst, und Wohntürme können den Druck auf den Flächenverbrauch lindern; einfach deswegen, weil sie relativ wenig Fläche benötigen. [4]

Bei einem Symposium in Düsseldorf anlässlich der Erstellung eines neuen Hochhausrahmenplans betonte Architekt Rudi Scheuermann »die Sinnhaftigkeit der städtischen Verdichtung zur Vermeidung von Zersiedelung«. Die mit dem Hochhausbau einhergehende Konzentration von Infrastrukturen könne ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen und führe im Idealfall auch zu einer Reduktion des Individualverkehrs.«[4]

Wirtschaftlichkeit trotz höherer Baukosten durch bessere Grundstückausnutzung

Wegen der baulichen Ansprüche, gesetzlichen Forderungen, Sondervorschriften und der geringeren Nettowohnfläche ist ein Wohnhochhaus wesentlich teurer als »normaler« Geschosswohnungsbau. Manche Immobilienexperten gehen von 1000 Euro pro Quadratmeter mehr aus, als für ein herkömmliches Wohnhaus anfallen. Die Baukosten für Wohntürme liegen also zwischen 10 und 15 Prozent über denen für traditionelle Mehrfamilienhäuser. Auf der anderen Seite gibt es auch einen Kosten-senkenden Effekt, nämlich dass mit dem Baurecht und in Stadtlagen die Grundstückspreise generell steigen und die Ausnutzung durch den Bau eines Wohnhochhauses sich dann als günstig herausstellt.[4] Dass Bevölkerungsprognosen einen Anstieg der Bevölkerung Österreichs auf 10 Millionen Einwohner bis 2040 vorhersagen, spricht für eine Fortsetzung der in den letzten Jahren beobachteten Wertsteigerungen von hochwertigen gekühlten Eigentumswohnungen mit Niedrigstenergieverbrauch in urbanen Best-Lagen von ca. 6% pro Jahr.

Bilder


Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Die alte Bruckner-Uni verschwindet und macht 97 Meter hohem Wohnturm Platz, Oberösterreichische Nachrichten, 8. Februar 2018
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Hochhaus-Projekt in Linz muss in zweite Runde, Oberösterreichische Nachrichten, 1. Dezember 2015
  3. 3,0 3,1 Bruckner-Tower: Service-Viefalt im Objekt, Bruckner-Tower-Homepage, City Wohnbau Letzbor GmbH, abgerufen am 1. Mai 2020
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Towers of Germany: Wohnhochhäuser in Deutschland von Thomas Zabel, FinanzBuch Verlag, 15.03.2020, 200 Seiten, abgerufen am 1. Mai 2020

Siehe auch

Web-Seite des Bruckner Tower

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