Ars Electronica Festival


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Das Ars Electronica Festival ist eine seit 1979 jährlich in Linz durchgeführte Veranstaltung auf dem Gebiet der Medienkunst.

2012 wird das Festival von 30. August bis 3. September unter dem Motto The Big Picture – Weltbilder für die Zukunft statt finden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Das Festival

Das Festival als Grundstein der Ars Electronica wird seit 1979 jährlich in Linz durchgeführt, begleitet von einem großen Medienecho. Es ist das international bedeutendste Festival der digitalen Kunst, das Trends und langfristige Entwicklungen zukunftsorientiert in Form künstlerischer Werke, Diskussionsforen und wissenschaftlicher Begleitung vorstellt. Bis 1995 wurde es geleitet durch Peter Weibel, seit 1996 durch Gerfried Stocker, dessen Vertrag kurz vor der Eröffnung des Festivals 2004 vom Magistrat der Stadt Linz bis 2010 verlängert wurde.

Ausstellungen und Performances fanden bis 2009 im Ars Electronica Center, im Brucknerhaus, im Lentos, in den Räumen der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung und an verschiedenen weiteren Orten in Linz statt. 2010 wurden alle Ausstellungen, Symposien und auch die Verleihung des Prix Ars Electronica erstmals an einem Ort, den Gebäuden der ehemaligen Linzer Tabakfabrik, zusammengeführt.

Schwerpunktmäßig gibt es verschiedene Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wie der Universität Tokio (2008), dem MIT Media Lab (2009), dem Japan Media Arts Festival (2009) oder dem CERN (2011), die ihre Tätigkeit im Rahmen des Festivals präsentieren. Im Rahmen der Ars Electronica werden regelmäßig Medienkunstprojekte gefördert, teils auch in Kooperation mit Unternehmen.

Während des Festivals werden neben den Ausstellungen auch Symposien zu techno-kulturellen Phänomenen und den philosophisch-theoretischen Aspekten der technologischen Entwicklung unter Beteiligung internationaler Experten durchgeführt.[2]

Geschichte

Initiatoren des Festivals waren der ORF-Landesstudio-Oberösterreich und das Brucknerhaus. Gründer waren Hannes Leopoldseder (Intendant des ORF Oberösterreich), Hubert Bognermayr (österreichischer Musiker und Komponist), Ulrich Rützel (deutscher Musikproduzent und Musikverleger) und Herbert W. Franke (Wissenschaftler und Schriftsteller).[2] Als Projekt-Vorläufer wird manchmal das forum metall genannt[3]. Die erste Ars Electronica wurde am 18. September 1979 im Rahmen des internationalen Brucknerfestes gemeinsam mit der ersten Linzer Klangwolke und der Musik von Bruckners achter Sinfonie eröffnet.

Weltweit war das Ars Electronica Festival eine der ersten Veranstaltungsreihen, die sich mit den künstlerischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitaltechnik auseinandersetzte.

Das Ars Electronica Festival wurde zunächst alle zwei Jahre, seit 1986 jährlich durchgeführt. 1987 wurde der Prix Ars Electronica erstmalig vergeben. 1996 wurde schließlich das Ars Electronica Center (AEC) als Museum der Zukunft eröffnet, das auch maßgeblich in das Festival eingebunden war und ist. Das AEC wurde, auch in Hinblick auf das Kulturhauptstadtjahr Linz09, erweitert und zu Jahresbeginn 2009 neu eröffnet. Im AEC ist auch das Ars Electronica Futurelab untergebracht.

Bisherige Festivals

Plakat des Ars Electronica Festivals 2011
  • 2011 „Origin – wie alles beginnt“
  • 2010 „repair – sind wir noch zu retten“
  • 2009 „Human Nature“
  • 2008 „A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt“
  • 2007 „Goodbye Privacy“
  • 2006 „Simplicity – The art of complexity“
  • 2005 „Hybrid – Living in Paradox“
  • 2004 „Timeshift – The World in 25 Years“
  • 2003 „Code – The Language of our Time“
  • 2002 „Unplugged“
  • 2001 „Takeover“
  • 2000 „Next Sex“
  • 1999 „Life Science“
  • 1998 „Infowar“
  • 1997 „Flesh-Factor“
  • 1996 „Memesis“
  • 1995 „Welcome to the Wired World“
  • 1994 „Intelligente Ambiente“
  • 1993 „Genetische Kunst, künstliches Leben“
  • 1992 „Endo Nano“
  • 1991 „Out of Control“
  • 1990 „Digitale Träume, virtuelle Welten“
  • 1989 „Im Netz der Systeme“
  • 1988 „Kunst der Szene“
  • 1987 „Der freie Klang“

2011 Origin - Wie alles beginnt

Das Ars Electronica Festival 2011 wurde von 83.976 Besuchern frequentiert und war damit das zweiterfolgreichste Festival bisher. Partnerorganisation war die European Organization for Nuclear Research (CERN). Das Festivalprogramm umfasste rund 300 Veranstaltungen mit 837 Akteuren. Erstmals wurde auch ein Kinder- und Jugendfestival unter dem Motto "Create your World" durchgeführt.[4][5]

Einzelnachweise

  1. Ars Electronica 2012: The Big Picture
  2. 2,0 2,1 aec.at: Geschichte
  3. Forum Oberösterreichische Geschichte: Ars Electronica Festival
  4. Ars 2011 war Besuchererfolg, derstandard.at, 8. September 2011
  5. Ars Electronica mit knapp 84.000 Besuchern, ooe.orf.at, 8. September 2011

Weblinks

  • aec.at, Homepage des Ars Electronica Centers
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