Christian Forsterleitner


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Christian Forsterleitner (2012)

Christian Forsterleitner (* 4. Jänner 1977) ist ehemaliger Linzer Politiker (SPÖ). Von September 2013 bis September 2017 war er Finanz-Stadtrat der Stadt Linz und dritter Vizebürgermeister. Nach seinem Rücktritt wurde er Geschäftsführer der Factory300 in der Tabakfabrik[1]. Im Mai 2019 kehrte er zu seinem früheren Arbeitgeber Ke Kelit zurück[2].

Karriere

Forsterleitner hat das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität 2004 abgeschlossen und dabei einen Auslandsaufenthalt an der Universidad de Salamanca absolviert.

Er war 1998 bis 2000 Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Linz und 2001 bis 2002 Vorsitzender der Initiative Kritischer StudentInnen (IKS)[3]. Seit 6. November 2003 ist Forsterleitner Mitglied des Linzer Gemeinderats. Er ist im Finanz- und Hochbauausschuss sowie im Kontrollausschuss tätig[4]. Auch nach der Gemeinderatswahl 2015 hatte er einen Sitz im Linzer Gemeinderat. Von 2003 bis 2010 war er Geschäftsführer der SPÖ Linz. Im Sommer 2010 sollte er in die Voestalpine wechseln; dies wurde von Voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder verhindert, um den Anschein politischer Einflussnahme abzuwehren.[5] Ab Oktober 2010 arbeitete er für das Logistik-Unternehmen Transdanubia, später für den Linzer Kunststoffrohr-Produzenten KE KELIT.

Seit Ende 2010 ist er Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker in Oberösterreich[6]. 2012 wurde er in dieser Funktion wiedergewählt.

Im Juli 2013 wurde er durch Bürgermeister Franz Dobusch als Nachfolger von Finanz-Stadtrat Johann Mayr genannt, als dieser im Zuge der SWAP-Affäre seinen Rücktritt ankündigte.[7][8] Dies bestätigte sich nach eeiner Entscheidung des Linzer SP-Stadtparteivorstands, bei der Forsterleitner als Nachfolger von Mayr nominiert wurde. Seine Wahl soll in der Gemeinderatssitzung am 19. September erfolgen.[9] Forsterleitner wurde schließlich wie angekündigt am 19. September 2013 zum neuen Finanz-Stadtrat angelobt. Er übernahm auch das Amt des dritten Vizebürgermeisters.[10]

Forsterleitner legte in der Gemeinderatssitzung am 21. September 2017 sein Amt zurück. Er trat aus persönlichen Gründen zurück und wechselte zurück in die Privatwirtschaft. Seine Nachfolgerin im Linzer Stadtsenat wurde Regina Fechter werden, das Amt der Vizebürgermeisterin übernahm Karin Hörzing.[11]

Nach eineinhalb Jahren als Geschäftsführer der Factory300 (Startup300) wechselte er im Mai 2019 zurück zu seinem früheren Arbeitgeber Ke Kelit.

Open Commons Region

Gemeinsam mit Leonhard Dobusch hat er 2007 das Buch Freie Netze. Freies Wissen herausgegeben. Er war seit dem um die Entstehung der Open Commons Region Linz bemüht. Das Nachfolgewerk Freiheit vor Ort. Handbuch kommunale Netzpolitik erschien 2011.

Publikationen

Einzelnachweise

  1. Forsterleitner hat einen neuen Job, Oberösterreichische Nachrichten, 14. September 2017
  2. Ex-Vizestadtchef wechselt zurück zu Ke Kelit, Oberösterreichische Nachrichten, 15. Februar 2019
  3. www.diskurs.cc/people/forsterleitner.html
  4. linz.at: Gemeinderäte: Forsterleitner
  5. Voestalpine-Chef verweigert Job für SP-Nachwuchshoffnung. derstandard.at, 27. August 2010
  6. derrotpunkt.at: BSA Oberösterreich setzt auf Generationenwechsel
  7. Swap-Affäre: Mayr geht im September, Forsterleitner folgt nach, Oberösterreichische Nachrichten, 23. Juli 2013
  8. Bürgermeister kehrt zurück, Stadtrat Mayrs Rücktritt naht, Oberösterreichische Nachrichten, 17. Juli 2013
  9. SPÖ: Zwei Neue in der Linzer Stadtregierung, Oberösterreichische Nachrichten, 27. August 2013
  10. Personelle Änderungen im Stadtsenat und Gemeinderat, linz.at-Pressemeldung, 19. September 2013
  11. Forsterleitner überrascht mit Rücktritt: "Berufspolitiker war nie mein Lebensziel", Oberösterreichische Nachrichten, 7. Juli 2017

Weblinks