Sommerfeld Ebelsberg
| Sommerfeld Ebelsberg | |
| Nutzung | Wohnbauprojekt |
| Bezirk | Ebelsberg |
| PLZ | 4030 |
| Ort | Linz |
Sommerfeld Ebelsberg (auch Ebelsdorf, ehemals Garten Ebel) ist der Projektname eines Konzepts zur zukünftigen Nutzung der Hillerkaserne und der angrenzenden Sommergründe in Ebelsberg. Die Umsetzung hat 2024 begonnen, die ersten Mieter sind Im Winter 2025/2026 die adaptierten Kasernengebäude eingezogen.
Nutzung
Das Gelände umfasst eine Fläche von rund 300.000 Quadratmetern. Es soll zukünftig als Wohn- und Gewerbegebiet genutzt werden. Eine Nutzung als reine "Schläferstadt", die bloß zusätzliche Pendler in die Stadt bringt, soll vermieden werden. Dementsprechend sind rund 50.000 Quadratmeter an Gewerbeflächen vorgesehen. Die errichteten Wohnungen sollen "hochwertig, aber erschwinglich" sein.
Insgesamt werden rund 3.000 Wohnungen für 6.000 Personen entstehen. Dies umfasst sowohl die Wohnungen in den denkmalgeschützten Kasernengebäuden als auch neu errichtete Gebäude auf den Sommergründen nördlich der ehemaligen Kaserne. Darüber hinaus sollen auch Büroräumlichkeiten sowie öffentliche Einrichtungen, z. B. ein Kindergarten, entstehen.
Das Projekt "Sommerfeld Ebelsberg" besteht aus zwei nebeneinander liegenden und zusammengehörigen Projekten:
- der Nachnutzung der ehemaligen Hiller-Kaserne (unter dem Projekt-Namen Ebelsdorf durch die WSF-Privatstiftung)
- dem nördlich anschließenden Neubauprojekt dur mehrere gemeinnützige Wohnbaugesellschaften auf den Sommer-Gründen.
Die ehemalige Hiller-Kaserne und die nördlich angrenzenden Sommer-Gründe sind mit rund 33 Hektar die größte Stadtentwicklungsfläche in Linz. Insgesamt 17,5 Hektar entfallen auf das Areal der Hiller-Kaserne und 15,5 Hektar auf die Sommer-Gründe. Die Wohnungsgesellschaften WAG, EBS, GIWOG, Neue Heimat und Heimstätte haben 2015 die Sommer-Gründe gekauft. Die WSF-Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe ist seit 2016 im Besitz der Hiller-Kaserne. Aufgrund der Anzahl der beteiligten Bauträger und der Größe der Stadterweiterung wurde mit der Stadt Linz ein gemeinsames Projekt vereinbart.
Nach Fertigstellung sollen im gesamten Bereich der Sommer-Gründe und der Hiller-Kaserne bis zu 3.000 leistbare Wohnungen entstehen, welche bis zu 6.000 Personen Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs-, Erholungs- und Lebensraum bieten. Nachdem im Jahr 2023 mit dem beschlossenen Bebauungs- und Flächenwidmungsplan die Grundlage für die Umnutzung der Hiller-Kaserne geschaffen wurde, erfolgte der Spatenstich für die Sanierung der denkmalgeschützten Kasernengebäude im Frühjahr 2024. Die Wohnungen sollen ab dem Frühjahr 2026 Schritt für Schritt bezogen werden. Im Frühjahr 2025 wurde ein temporäres Primärversorgungszentrum mit dem Namen "Gesundheitszentrum Sommerfeld Ebelsberg" in Holzbauweise auf dem Areal der Hiller-Kaserne eröffnet. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Mieter*innen aus dem temporären Bau in den geplanten Neubau entlang der B1 – Wiener Straße übersiedeln[1].
Ebelsdorf
Das Projekt "Ebelsdorf" ist der Projektname der WSF-Privatstiftung für die Nachnutzung der ehemaligen Hiller-Kaserne. In den nächsten Jahren entstehen hier 422 Wohnungen und bilden einen neuen Lebensraum für Jung und Alt. Das Projekt legt großen Wert auf den Denkmalschutz, aber noch größeren Wert auf die Menschen, die dort leben werden. Dies zeigt sich an den verwendeten Materialien, am Einsatz nachhaltiger Technologien und an den verschiedenen Grundrissen und Größen mit bis zu 4 Zimmern und bis zu 113 Quadratmetern. Außerdem nehmen Autos dort niemandem Platz weg, sodass wertvoller Lebensraum für unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Menschen entsteht. Das Projekt "Ebelsdorf" verbindet modernes Wohnen mit dem Erhalt historischer Substanz und gestaltet so eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen[2].
Verkehrskonzept
Das Gelände befindet sich unmittelbar an der Wiener Straße (B 1) und unweit der Umfahrung Ebelsberg.
Das Gebiet ist bereits jetzt an die Straßenbahnlinie 2 angeschlossen sowie an die Buslinien 11 und 19. Die zukünftige Schnellbuslinie 14 soll das Gebiet durchqueren und an der Haltestelle Garten Ebel halten.
Zumindest für Fußgänger, Radfahrer und den Busverkehr, möglicherweise aber auch für den Individualverkehr, soll eine neue Brücke über Traun und Jaukerbach errichtet werden, um schnell nach Kleinmünchen zu gelangen.
Ein Fuß- und Radweg soll von Ebelsberg Richtung SolarCity durch das Gelände führen.
Erschließung
Anfang 2020 wurde ein geänderter Flächenwidmungsplan (bisher: Sondergebiet des Baulandes/Kaserne und Grünland/Landwirtschaft) von Stadtrat Markus Hein genehmigt. Er muss in weiterer Folge noch vom Gemeinderat abgesegnet werden.