Sammelgerinne

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Das Sammelgerinne, bei der Mündung des Katzbachs
Beginn des Sammelgerinnes am Ende des Dießenleitenbachs
Sammelgerinne in Steyregg südöstlich der Steyregger Brücke

Das Sammelgerinne (auch: Urfahrer Sammelgerinne) ist ein künstlich angelegter Bach in Linz. Er wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angelegt, um die aus dem Norden kommenden linken Nebengewässer der Donau zu sammeln und gemeinsam unterhalb des Donaukraftwerks Abwinden-Asten in die Donau einzuleiten. Das anfänglich stark kanalisierte Gewässer wurde mittlerweile aufwändig renaturiert[1]. Seine Länge beträgt insgesamt rund 15 Kilometer, davon 2 Kilometer in Linz.

Entstehung

Das Sammelgerinne entstand ab den 1960er Jahren, um im Falle eines Hochwassers das Wasser schnell ablaufen zu lassen und die Donau im Linzer Stadtgebiet nicht zusätzlich zu belasten. Ende der 1970er Jahre wurde das Gewässer schließlich in das Umleitungsgerinne des neuerrichteten Donaukraftwerks Abwinden-Asten eingebunden.[2][3]

Flussstrecke in Linz

Das Sammelgerinne beginnt nach der Unterquerung der Mühlkreis Autobahn des Dießenleitenbachs, aus dem es nahtlos übergeht. Es folgt der Mühlkreis Autobahn in nordöstliche bis östliche Richtung und liegt zwischen der Autobahn und dem Hochwasserschutzdamm der Donau. Von Norden münden der Höllmühlbach und der Haselbach ein. Das Sammelgerinne verlässt, langsam in weitem Bogen Richtung ostsüdosten Schwenkend, die Autobahn und verlässt kurz nach der Donaufeldstraße Linzer Stadtgebiet Richtung Plesching (Gemeinde Steyregg). Hier mündet noch der Katzbach ein.

Der weitere Verlauf führt östlich am Pleschinger See vorbei, anschließend in südlicher Richtung der Donau entlang. In diese mündet das Sammelgerinne allerdings erst beim Donaukraftwerk Abwinden-Asten, in den dortigen Donau-Altarm.

Revitalisierung

Das Sammelgerinne war ursprünglich trapezförmig ausgestaltet und umfasste wenig Bewuchs der Ufer und damit wenig Beschattung. Sein Bachbett war weitgehend begradigt und wieß ein Regelprofil auf. Die stellenweise befestigte Sohle enthielt kaum Elemente (Strömungshindernisse), die die Ansiedlung von Fischen begrünstigten. 1987 wurde dem Sammelgerinne bescheinigt, es sei unter Nichtbeachtung aller ökologischen Erkenntnisse sowie der fischereilichen Forderung errichtet worden.[2]

Der erste Abschnitt der Revitalisierung erfolgte im Winter 1993/1994. Mit einem finanziellen Aufwand von 4,5 Millionen Schilling (rund 327.000 Euro) wurde der Abschnitt zwischen Donaufeldstraße und Katzbach-Mündung revitalisiert.[3] In den Jahren 2007 und 2008 erfolgte schließlich die Revitalisierung des Abschnittes zwischen der Mündung des Dießenleitenbachs und der Donaufeldstraße. Um abermals rund 300.000 Euro wurde der Bachlauf mäanderförmig umgestaltet, die Pflastersteine am Bachgrund entfernt, naturnahe Strömungshindernisse eingebaut sowie Schotterbänke und weitere Fischunterstände eingerichtet.[1]

Einzelnachweise