Francisco-Carolinum

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Das Francisco-Carolinum
Das Francisco-Carolinum

Das Francisco-Carolinum ist ein Gebäude im Linzer Bezirk Innere Stadt an der Museumstraße. Es wurde 1895 als Standort für das Oberösterreichische Landesmuseum eröffnet. Heute dient es dieser Unternehmensgruppe noch als Zentrale, hauptsächlich wird es aber als Standort der Landesgalerie genutzt. Das Gebäude steht seit 2009 unter Denkmalschutz. Es ist nach Erzherzog Franz Carl benannt, der 1839 die Schutzherrschaft über den Musealverein übernommen hatte[1]. Seit April 2020 ist das Francisco-Carolinum teil der OÖ. Landes-Kultur GmbH.

Geschichte

Nach der Gründung des Musealvereins (Verein des vaterländischen Museums für Oberösterreich ob der Enns mit Inbegriff des Herzogthums Salzburg) 1833 übernahm Erzherzog Franz Carl die Schutzherrschaft über diesen. Zur Errichtung eines eigenen Museumsgebäudes wurde 1876 ein Schenkungsvertrag bezüglich eines Baugrundes geschlossen. 1878 wurde ein erster Architektenwettbewerb ausgeschrieben, einen neuerlichen Wettbewerb 1882 gewann schließlich der deutsche Architekt Bruno Schmitz. Bereits 1886 wurde der Kolosalfries an der Außenfasade des zweiten Obergeschoßes vollendet. Das nach dem Schutzherren des Musealvereins benannte Gebäude wurde schließlich am 29. Mai 1895 von Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet.[1]

In den Anfangsjahren waren alle Sammlungen der heutigen Landesmuseen im Gebäude untergebracht. Nach dem Auzug der technik- und naturhistorischen Sammlungen (in das Schlossmuseum im Linzer Schloss) in den 1960er Jahren und der biologischen Sammlung in das Biologiezentrum Dornach 1993 verblieb vorrangig die Landesgalerie im Gebäude. Daneben befindet sich heute noch die Verwaltung der Landesmuseen sowie etwa deren Bibliothek und die Graphische Sammlung im Francisco-Carolinum.[2]

Gebäude

Das Francisco-Carolinum ist im Stile des Historismus nach Plänen des deutschen Architekten Bruno Schmitz errichtet. Ausführender Bauleiter war der Architekt Hermann Krackowizer.

Das Gebäude hat einen etwa quadratischen Grundriss mit einem Mittelvorsprung an der Hauptfasade und vorspringenden Ecken an den zwei Seiten. Das Gebäude verfügt über zwei Obergeschoße.[1] Das Gebäude ist freistehend, an drei Seiten schließen (nach Grünflächen) Straßenzüge an, nur südseitig befindet sich das Krankenhaus der Elisabethinen.

Gartenportal

Das freistehende Tor am Garteneingang vor dem Hauptportal stand ursprünglich vor der Brücke über den Stadtgraben beim Südportal am Landhaus, einem der fünf Stadttore. Dieses wurde nach dem Stadtbrand 1800 zuerst in den Hof des Landestheaters verlegt und kam schließlich 1899 an seinen heutigen Platz beim Francisco-Carolinum.[1]

Bilder

Einzelnachweise

Weblinks