Ars Electronica Festival

Aus LinzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Ars Electronica Festival ist eine seit 1979 jährlich in Linz durchgeführte Veranstaltung auf dem Gebiet der Medienkunst.

Im Jahr 2020 findet das Festival von 10. bis 14. September statt.

Das Festival

Das Festival als Grundstein der Ars Electronica wird seit 1979 jährlich in Linz durchgeführt, begleitet von einem großen Medienecho. Es ist das international bedeutendste Festival der digitalen Kunst, das Trends und langfristige Entwicklungen zukunftsorientiert in Form künstlerischer Werke, Diskussionsforen und wissenschaftlicher Begleitung vorstellt. Bis 1995 wurde es geleitet durch Peter Weibel, seit 1996 durch Gerfried Stocker, dessen Vertrag kurz vor der Eröffnung des Festivals 2004 vom Magistrat der Stadt Linz bis 2010 verlängert wurde.

Ausstellungen und Performances fanden bis 2009 im Ars Electronica Center, im Brucknerhaus, im Lentos, in den Räumen der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung und an verschiedenen weiteren Orten in Linz statt. 2010 wurden alle Ausstellungen, Symposien und auch die Verleihung des Prix Ars Electronica erstmals an einem Ort, den Gebäuden der ehemaligen Linzer Tabakfabrik, zusammengeführt.

Schwerpunktmäßig gibt es verschiedene Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wie der Universität Tokio (2008), dem MIT Media Lab (2009), dem Japan Media Arts Festival (2009) oder dem CERN (2011), die ihre Tätigkeit im Rahmen des Festivals präsentieren. Im Rahmen der Ars Electronica werden regelmäßig Medienkunstprojekte gefördert, teils auch in Kooperation mit Unternehmen.

Während des Festivals werden neben den Ausstellungen auch Symposien zu techno-kulturellen Phänomenen und den philosophisch-theoretischen Aspekten der technologischen Entwicklung unter Beteiligung internationaler Experten durchgeführt.[1]

Geschichte

Initiatoren des Festivals waren der ORF-Landesstudio-Oberösterreich und das Brucknerhaus. Gründer waren Hannes Leopoldseder (Intendant des ORF Oberösterreich), Hubert Bognermayr (österreichischer Musiker und Komponist), Ulrich Rützel (deutscher Musikproduzent und Musikverleger) und Herbert W. Franke (Wissenschaftler und Schriftsteller).[1] Als Projekt-Vorläufer wird manchmal das forum metall genannt[2]. Die erste Ars Electronica wurde am 18. September 1979 im Rahmen des internationalen Brucknerfestes gemeinsam mit der ersten Linzer Klangwolke und der Musik von Bruckners achter Sinfonie eröffnet.

Weltweit war das Ars Electronica Festival eine der ersten Veranstaltungsreihen, die sich mit den künstlerischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitaltechnik auseinandersetzte.

Das Ars Electronica Festival wurde zunächst alle zwei Jahre, seit 1986 jährlich durchgeführt. 1987 wurde der Prix Ars Electronica erstmalig vergeben. 1996 wurde schließlich das Ars Electronica Center (AEC) als Museum der Zukunft eröffnet, das auch maßgeblich in das Festival eingebunden war und ist. Das AEC wurde, auch in Hinblick auf das Kulturhauptstadtjahr Linz09, erweitert und zu Jahresbeginn 2009 neu eröffnet. Im AEC ist auch das Ars Electronica Futurelab untergebracht.

Das Festival war 2015 bis 2019 in der Post City untergebracht, unmittelbar westlich des Linzer Hauptbahnhofs. Im Jahr 2020 soll das Festival am Campus der Johannes Kepler Universität statt finden.

Bisherige Festivals

Plakat des Ars Electronica Festivals 2011
  • 2019 „Out of the Box - Die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution“
  • 2018 „Error – The Art of Imperfection“
  • 2017 „Artificial Intelligence - das andere ich“
  • 2016 „Radical Atoms - and the alchemists of our time“
  • 2015 „Post City“
  • 2014 „C … what it takes to change“
  • 2013 „Total Recall – The Evolution of Memory“
  • 2012 „The Big Picture“
  • 2011 „Origin – wie alles beginnt“
  • 2010 „repair – sind wir noch zu retten“
  • 2009 „Human Nature“
  • 2008 „A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt“
  • 2007 „Goodbye Privacy“
  • 2006 „Simplicity – The art of complexity“
  • 2005 „Hybrid – Living in Paradox“
  • 2004 „Timeshift – The World in 25 Years“
  • 2003 „Code – The Language of our Time“
  • 2002 „Unplugged“
  • 2001 „Takeover“
  • 2000 „Next Sex“
  • 1999 „Life Science“
  • 1998 „Infowar“
  • 1997 „Flesh-Factor“
  • 1996 „Memesis“
  • 1995 „Welcome to the Wired World“
  • 1994 „Intelligente Ambiente“
  • 1993 „Genetische Kunst, künstliches Leben“
  • 1992 „Endo Nano“
  • 1991 „Out of Control“
  • 1990 „Digitale Träume, virtuelle Welten“
  • 1989 „Im Netz der Systeme“
  • 1988 „Kunst der Szene“
  • 1987 „Der freie Klang“

2017 Artificial Intelligence - das andere ich

Beim Festival konnten rund 100.000 Besucher gezählt werden.[3]

2016 Radical Atoms

Auch 2016 fand das Ars Electronica Festival wieder im Postverteilzentrum statt. Das Festival unter dem Motto "Radical Atoms - and the alchemists of our time" fand vom 8. bis 12. September 2016 statt.[4] Es konnten rund 85.000 Besucher gezählt werden.[5]

2015 Post City

2015 stand das Festival von 3. bis 7. September unter dem Motto Post City - Lebensräume im 21. Jahrhundert statt. Erstmals wurde das ehemalige Postverteilzentrum beim Hauptbahnhof in das Festival einbezogen. Rund 92.000 Besucher nahmen am Festival teil. Gezeigt wurden 482 Einzelveranstaltungen von 946 Künstlern, Wissenschaftern, Aktivisten und Mitwirkenden aus 42 Ländern. Ermöglicht wurde dies durch 430 Partner und Sponsoren.[6]

2012 The Big Picture – Weltbilder für die Zukunft

2012 stand das Festival von 30. August bis 3. September unter dem Motto The Big Picture – Weltbilder für die Zukunft.[7] Rund 65.000 Besucher konnten begrüßt werden. Etwa 500 Wissenschaftler und Medienkünstler aus 40 Ländern sorgten für das Programm.[8]

2011 Origin - Wie alles beginnt

Das Ars Electronica Festival 2011 wurde von 83.976 Besuchern frequentiert und war damit das zweiterfolgreichste Festival bisher. Partnerorganisation war die European Organization for Nuclear Research (CERN). Das Festivalprogramm umfasste rund 300 Veranstaltungen mit 837 Akteuren. Erstmals wurde auch ein Kinder- und Jugendfestival unter dem Motto "Create your World" durchgeführt.[9][10]

Einzelnachweise

Weblinks

  • aec.at, Webseite des Ars Electronica Centers
Wikipedialogo125x125.png
Dieses Dokument entstammt ursprünglich aus der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Ars Electronica, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste. Wie im LinzWiki stehen alle Texte der Wikipedia unter der CC-BY-SA-Lizenz.
Foto.png
Diesem Artikel fehlt noch ein aussagekräftiges Foto. Wenn Sie dem LinzWiki ein Foto zur Verfügung stellen möchten, können Sie dies unter Spezial:Hochladen auf den Server laden. Bitte beachten Sie dabei jedoch die Urheberrechte und laden Sie nur selber gemacht Fotos hoch! Weitere Informationen finden Sie unter LinzWiki:Fotos.