KEBA
| KEBA | |
| Branche | Automatisierungstechnik |
| Adresse | Reindlstraße 51 |
| Leitung | Christoph Knogler (CEO) |
| Geschäftszahlen | Geschäftsjahr 2024 (April 2023 - März 2024)[1] |
| Mitarbeiter | 2100 (2026) |
| Umsatz | 544,4 Mio. Euro (2025/26) |
| Gewinn | n.V. (2026) |
| Webseite | keba.at |
KEBA Zentrale | |
Die KEBA AG ist ein international tätiges Linzer Unternehmen. Es ist in den Bereichen Industrieautomation, Bankautomation, Dienstleistungsautomation und Energieautomation tätig. Der Stammsitz (Unternehmenszentrale) befindet sich im Bezirk Urfahr, im Gewerbepark Urfahr an der Reindlstraße. Im Geschäftsjahr 2025/26 (per 31. März) erreichte KEBA mit rund 2.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 544,4 Mio. Euro[2].
Produkte
Industrieautomation
KEBA bietet im Bereich Industrieautomation etwa das Spritzguss-System KePlast, die Roboter-Steuerungslösung KeMotion oder KeSystems für den Maschinen- und Anlagenbau an. KeMobile ist ein mobiles Handbedienterminal für unterschiedliche Anwendungszwecke.
Bank- und Dienstleistungsautomation
- Bankautomation
Mit dem System KePlus wird ein Bank-Selbstbedienungsautomat (Ein/Auszahlung) mit Cash-Recycling angeboten. Mit dem System Rondo stehen auch Überweisungsautomaten im Programm.
- Zutrittskontrolle
Das System KeBin ermöglicht die Implementierung eines Zutrittskontrollsystems per Karte. Hauptanwendung dafür ist der Zutritt zu Selbstbedienungsbereichen in Banken außerhalb der regulären Öffnungszeiten.
- Postautomation
Mit KePol wurde ein Post- und Paketautomationssystem eingeführt, das die automatisierte Aufgabe und Abgabe von Paketen ermöglicht. Das System wurde etwa von der Deutschen Post/DHL unter dem Namen "Packstation" und der österreichischen Post als "Post.24-Station" eingeführt.
- Lotterieautomation
KeWin ist ein Terminalsystem zur Automatisierung von Spielen wie etwa Lotto.
Energieautomation
Unter dem Namen KeContact sind Energielade-Terminals für Elektrofahrzeuge erhältlich. Daran können unterschiedlichste Arten von Elektrofahrzeugen wie Autos, Motorroller, Fahrräder, Segways oder Rollstühle geladen werden. Ein Pilotprojekt dazu wird gemeinsam mit der Linz AG durchgeführt.
Leitung
Die Aktiengesellschaft wird von Christoph Knogler (CEO) und Andreas Schoberleitner (CFO) geleitet. Aufsichtsratsvorsitzender ist der frühere CEO Gerhard Luftensteiner.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1968 durch Gunther Krippner gegründet. 1970 stieg Karl Kletzmaier (heute Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender) in das Unternehmen ein, es entstand das Unternehmen Elektronikbau Krippner & Kletzmaier. Sie arbeiteten zunächst im Keller von Krippners Mutter in der Baumbachstraße, später in einer Wohnung am Bachlberg und ab 1973 in einer ehemaligen Wäscherei an der Linzer Straße. Kurz befand sich das Unternehmen an der Knabenseminarstraße, bis es schließlich 1978 an den heutigen Standort an die Reindlstraße übersiedelte.[3] 1987 wurde das Unternehmen in KEBA umbenannt, u. a. weil dieser Name international leichter lesbar und aussprechbar ist.
1990 wurde ein Tochterunternehmen in Deutschland gegründet, 1998 in den USA. Im Jahr 1999 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 2003 wird das Firmengebäude bezogen. 2004 wird ein Tochterunternehmen in China gegründet, im darauffolgenden Jahr werden zwei weitere Zweigstellen in China eröffnet.
Im September 2023 übergab der langjährige CEO Gerhard Luftensteiner an seinen Nachfolger Christoph Knogler. Luftensteiner übernahm dafür das Mandat des Aufsichtsratsvorsitzenden, der bisherige Vorsitzende und Gründer Kletzmaier wurde zum Ehren-Aufsichtsratsvorsitzenden. Neu in den Vorstand wurde Andreas Schoberleitner als CFO berufen, der Miteigentümer und bisherige Vorstand Technik Franz Höller trat im September 2024 in den Ruhestand.
Im Geschäftsjahr 2025/26 gründete KEBA mit KEBA Digital die erste Einheit für digitale Lösungen. Ziel des neuen Standbeins sei es, mit dem 2025 in die Gruppe integrierten KI-Spezialisten 7lytix industrietaugliche KI-Lösungen zu entwickeln, die unabhängig von der Hardware angeboten werden[2]. Der Ausbau des Software- und Digitalgeschäfts bildete den strategischen Schwerpunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen Umfelds habe sich die Gruppe stabil entwickelt. Der internationale Geschäftsanteil lag bei rund 90 Prozent, davon wurden rund 64 Prozent in der EU und 17 Prozent in Asien gemacht. 11 Prozent des Gruppenumsatzes würden in Österreich erwirtschaftet[2]. In den USA wolle man die Marktpräsenz weiter ausbauen. Insgesamt gibt es 28 Standorte in 16 Ländern[2]. In Forschung und Entwicklung wurden 91,8 Mio. Euro investiert, was einer F&E-Quote von 16,9 Prozent entsprach[2].
Einzelnachweise
- ↑ keba.com: KEBA punktet mit Innovation und Diversifikation in forderndem Umfeld
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Keba mit neuem digitalem Standbein,
ORF Oberösterreich, 3. Juli 2026
- ↑ Keba, führendes Unternehmen für Automation – Karl Kletzmaier ist einer der Gründer,
Oberösterreichische Nachrichten, 21. Januar 2016
Weblinks
- keba.com (Offizielle Homepage)