Wimmer Medien

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Wimmer Medien ist ein Oberösterreichisches Medienunternehmen. Bekanntestes Produkt ist die Tageszeitung Oberösterreichische Nachrichten.

Geschichte

Am 1. Jänner 1865 verlegte der Buchdrucker Josef Wimmer die erste Ausgabe der Tagespost. Bereits im ersten Jahr konnte die Zeitung 1700 Abonnenten aufweisen. Ab 1871 konnte die Zeitung in einer Auflage von 2000 Stück pro Ausgabe erstmals positiv wirtschaften. In den Folgejahren wurden die Druckerpressen modernisiert und erweitert, auch benachbarte Häuser gekauft.

1889 übernahm Josef Wimmers Sohn Julius Wimmer den Verlag. Die Wirren des Ersten Weltkriegs konnten überstanden werden, obwohl sowohl Personal als auch Material (Blei) für den Krieg eingezogen wurden. 1919 waren 31.000 Abonnements angemeldet.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Verlag von der NSDAP übernommen. Statt der Tagespost wurde die "Oberdonau-Zeitung - Amtliche Zeitung der NSDAP" gedruckt. Nach dem Krieg wurde der Verlag vom US-amerikanischen Information Service Branch kontrolliert. Von der Militärverwaltung wurde eine neue Zeitung herausgegeben, namens Oberösterreichische Nachrichten. Diese Zeitung wurde von den Wimmer Medien gedruckt. 1947 wurde dem Unternehmen wieder gestattet, die Tages-Post zu drucken. Die vormalige Zwangsverpachtung wurde jedoch auf freiwilliger Basis weitergeführt. Erst 1952 wurde der Pachtvertrag gekündigt, damit am 1. Oktober 1953 die erste Nachkriegsausgabe der Tages-Post erscheinen konnte. Die beiden Tageszeitungen (Tages-Post der Wimmer Medien und Oberösterreichische Nachrichten im Eigentum von Alfred Maleta) standen nun in Konkurrenz zueinander.

1955 fusionierten beide Unternehmen schließlich und gaben ab 3. Jänner die Oberösterreichischen Nachrichten vereinigt mit der Tages-Post heraus.

1973 wurde Rudolf Andreas Cuturi (der Ururenkel von Josef Wimmer) neuer Geschäftsführer des Unternehmens. 1986 verkaufte Alfred Maleta seine Anteile an Rudolf Andreas Cuturi, wodurch die Zeitung wieder im Familieneigentum stand.

1990 wurde die Druckerei Grosser an der Wiener Straße übernommen und Teile des Druckereibetriebes dorthin verlegt. 2003 wurde ein eigenes Druckzentrum in Pasching eröffnet, wo die Zeitung - sowie über 40 weitere Zeitungen - gedruckt werden. Die Druckerei in Linz an der Steingasse wurde dabei aufgelassen, 2013 abgerissen und durch die Promenaden-Galerien ersetzt.

Anfang 2019 übergab Rudolf Andreas Cuturi die operative Leitung an seine Söhne Gino Cuturi, Lorenz Cuturi und Paolo Cuturi. Er blieb aber vorerst Herausgeber der OÖN.

Eigentümer und Leitung

Eigentümer

Das Medienhaus ist ein Familienbetrieb und steht über eine Stiftung im Eigentum der Familie Cuturi.

Leitung

Die Operative Leitung des Unternehmens haben seit Anfang 2019 die drei Brüder Gino Cuturi (Sprecher der Geschäftsführung; Lesermarkt, Druck, Vertrieb), Lorenz Cuturi (Werbemarkt, elektronische Medien) und Paolo Cuturi (Immobilien). Herbert Achleitner fungiert als CFO.[1]

Angebote

Folgende Produkte und Dienste werde von Wimmer Medien angeboten (Stand: 12/2019)[2]

Zeitungen
Fernseh- und Radiosender
Online
Sonstiges

Standorte

Zentrale Linz
Promenadengalerien
Promenade 23
4020 Linz
Druckzentrum
OÖN Druckzentrum
Medienpark 1
4061 Pasching
Redaktionen
  • Die OÖ Nachrichten verfügen über Redaktionen in Wels, Steyr, Freistadt, Gmunden, Braunau, Ried, Schärding, Perg, Rohrbach, Vöcklabruck, Wien

Bilder

Quellen

Weblinks