Sender Freinberg


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Sender Freinberg (2010)

Der Sender Freinberg ist eine Rundfunksendeanlage auf dem Freinberg in Linz. Der interne Name des Senders lautet: LINZ2

Der Sender

Er wurde 1928 als Mittelwellensender ins Leben gerufen und benutzte bis 1936 eine T-Antenne, welche an zwei 45 Meter hohen Stahlfachwerkmasten aufgehängt war. 1936 wurde diese Antenne durch einen 165 Meter hohen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerk-Sendemast ersetzt. Im Zuge von Umstellungen der Sendefrequenz wurde dessen Höhe 1950 auf 120 Meter reduziert und 1957 wieder auf 146 Meter erhöht. 1965 wurden die Sendegeräte erneuert. Nachdem die Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über UKW die Mittelwelle weitgehend verdrängt hat, wurde der Sendemast nur noch als Träger für UKW und Fernsehantennen genutzt.

Im Zeitraum von April bis August 2008 wurde der bestehende bereits 80 Jahre alte Sendemast zunächst um rund 20 Meter gekürzt und neben dem alten Sendemast ein neuer errichtet.[1][2][3] Nach Inbetriebnahme der neuen Sendeanlage wurde der alte Mast schließlich abgebaut[4]. Der neue 127 Meter hohe Mast[5] dient nur als Antennenträger, eine Funktion als selbststrahlender Sendemast ist nicht mehr vorgesehen.

Der Eigentümer, ORF/ORS, sendet von hier die DVB-T-Programme für den Großraum Linz (siehe Tabelle unten). Über die gleiche Antennenanlage wird auch das DVB-H-Angebot der Media Broadcast gesendet.[6] Seit 2008 wird der Sender auch für LoungeFM, einem oberösterreichischem Privatradio, genutzt. Gesendet wird von LoungeFM auf der Frequenz 102,0 MHz mit 300 Watt Sendeleistung.

Weiters befinden sich auf dem Mast Sendeanlagen und Richtfunksysteme von Mobilfunkbetreibern[7] sowie diverse andere Funkdienste.

In dem Gebäude neben dem Sendemasten befindet sich die Funküberwachung Linz[8], eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, die früher zur Post- und Telegraphenverwaltung (Post), der heutigen Telekom Austria, gehörte.[9] Hier waren früher auch andere Dienststellen der PTV untergebracht die sich mit Funktechnik beschäftigten, aus denen später z.B. die Mobilkom Austria hervorging. Am Dach befinden sich zahlreiche Peil- und Messantennensysteme der Funküberwachung.[10][11] Am Gelände der Funküberwachung befindet sich auch eines der Abspannfundamente des Senders (neben Haupteingang).

Frequenzen und Programme

Digitales Fernsehen (DVB-T/DVB-H)

Multiplex Standard Kanal Programme im Bouquet ERP Polarisation
MUX A[12] DVB-T K43 (650 MHz) ORF eins, ORF 2 (Oberösterreich und Niederösterreich), ATV 15kW[13][14] vertikal
MUX B[15] DVB-T K37 (602 MHz) Puls 4, ORF SPORT +, 3sat, Servus TV, RedBull TV[16] 15kW[17][18] vertikal
MUX D DVB-H K45 (666 MHz) Diverse Programmpakete [1] 4 kW vertikal

Bilder

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://blog.ors.at/stories/26140/
  2. http://blog.ors.at/stories/28261/
  3. http://blog.ors.at/stories/30787/
  4. http://blog.ors.at/stories/30279/
  5. http://ooe.orf.at/stories/297941/
  6. http://www.senderkataster.at/
  7. http://www.senderkataster.at/
  8. http://www.bmvit.gv.at/telekommunikation/organisation/nachgeordnet/linz.html
  9. http://erwinbauer.at/nte2/geschichte/geschichte-druck.pdf
  10. http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/15048/577004/Fotos+Freinberg+Linz+_+Umbau+Sender+Freinberg.html
  11. http://schnuffi.fro.at/freinberg_april08/funkueberwachung2.jpg
  12. http://www.ors.at/downloads/325.pdf
  13. http://www.ors.at/downloads/325.pdf
  14. http://www.senderkataster.at/
  15. http://www.ors.at/downloads/170.pdf
  16. http://www.senderkataster.at/
  17. http://www.ors.at/downloads/170.pdf
  18. http://www.senderkataster.at/
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