Gölsdorfsiedlung

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Gölsdorfsiedlung
Nutzung Wohngebiet, Neubaugebiet
Bezirk Franckviertel
PLZ 4020
Ort Linz
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Die Gölsdorfsiedlung oder ÖBB-Siedlung ist ein Wohnquartier und geplantes Neubauprojekt im Linzer Bezirk Franckviertel. Die Umsetzung des Projektes soll ab 2026 durch die städtische GWG und einem Joint Venture aus der STRABAG Real Estate und der Quatra Projektentwicklungs GmbH erfolgen.

Lage

Die Siedlung befindet sich zwischen Franckstraße und Westbahn. Sie umfasst dabei die Häuserblöcke von der Ginzkeystraße im Nordwesten bis zur Füchselstraße im Südosten. Dies schließt Häuser an folgenden Straßen und Plätzen mit ein:

Name

Gölsdorfsiedlung scheint kein etablierter Begriff, sondern eine Neuschöpfung basierend auf der Gölsdorfstraße im Zentrum der Siedlung zu sein. Der Name wurde 2023 in Publikationen der Stadt Linz verwendet[1].

Andere Namen für die Siedlung und das Projekt umfassen ÖBB-Siedlung oder Gölsdorf Quartier. Der Projektname der Stadt Linz zur Neugestaltung unter Bürgerbeteiligung lautet Linz mit Ambitio3xn.

Neubau ab 2024

Die Objekte im Wohngebiet mit insgesamt rund 170 Wohnungen wurden von der ÖBB an drei Wohnbauträger veräußert, unter anderem die städtische GWG. In den kommenden Jahren soll das Gebiet mittels Reconstructing einer neuen Nutzung für Wohnbauzwecke zugeführt werden. Die Realisierung dieses Projekts erfolgt unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der beteiligten Stakeholder (Stadtplanung, Errichter, Eigentümer, Architekten etc.) in einem großangelegten Kooperativen Verfahren. Das Modell dafür war die Neugestaltung des Wimhölzel-Hinterlandes.

Im Jahr 2025 wurde 2026 als Baubeginn angegeben. Das Projekt umfasst eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern und soll künftig über 600 Wohnungen umfassen. Die Fertigstellung ist für den Zeitraum 2030 bzw. 2031 avisiert. Die Gesamtfläche des Grünraums, der nicht versiegelt oder unterbaut ist, wird von etwa 13.000 m² auf ca. 15.000 m² erhöht, was einer Zunahme um 2.000 m² entspricht. Das Projekt zeichnet sich besonders durch den Erhalt des bestehenden Baumbestands, die Entsiegelung von Flächen und die Erhöhung des Grünraums aus. Diese Entwicklung reiht sich ein neben dem Wimhölzel-Hinterland, dem Franck Kontor und dem Trinity Park, die ebenfalls das Gesicht des Viertels verändern und modernisieren.

Das Planungsteam unter der Leitung des Architekturbüros Kleboth und Dollnig, unterstützt von Expert*innen für Städtebau und einer Spezialistin für Freiraumplanung, präsentiert den Abschlussbericht als Grundlage für eine inspirierende städtebauliche Vision. Im „Gölsdorf Areal“ sollen vielfältige, hochwertige sowie leistbare Miet- und Eigentumswohnungen für Linzer*innen entstehen, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden und einen bedeutenden Beitrag zur sozialen und urbanen Entwicklung der Stadt leisten.

Durch die geplante vielfältige Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Leben wird das Konzept der Stadt der kurzen Wege umgesetzt. Dies fördert nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Nachhaltigkeit. Um dem Anspruch, lebendige und qualitätsvolle Stadtteile zu entwickeln, gerecht zu werden, wird auch die soziale Infrastruktur mitgedacht. So ist beispielsweise ein städtischer Kindergarten im „Gölsdorf Areal“ geplant, der den Bedürfnissen der Familien vor Ort entgegenkommt.

Das Gölsdorf Areal wird sich durch seinen einzigartigen öffentlichen Raum auszeichnen. Das gesamte Stadtquartier soll den Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zur Verfügung stehen. Alle Parkplätze sind unterirdisch angelegt, wodurch sowohl bestehende als auch neue Bewohner*innen von einer Reduktion der Immissionsbelastung durch Parksuchverkehr profitieren. Dies schafft eine sichere Umgebung, insbesondere für Kinder, und ermöglicht einen Ausblick auf Parkanlagen statt auf Parkplatzflächen.

Ein zentraler Baustein des Projekts ist die Sammelgarage mit zwei Untergeschossen, die dazu beiträgt, die Bodenversiegelung zu minimieren. Etwa 50% der Grundstücksfläche bleiben nicht unterbaut, um Grünflächen nachhaltig zu fördern.

Geplant sind unter anderem Spiel- und Sportflächen, Hochbeete für gemeinsames Gärtnern, schattige Bereiche und verschiedene Freiflächen, welche den Bewohner*innen, der Nachbarschaft sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Ein besonderes Highlight ist der alte Baumbestand, der fast vollständig erhalten bleibt und das Viertel prägen wird.

Die Absiedelung der bestehenden Mieter*innen in der ehemaligen ÖBB-Siedlung ist bereits im Gange. Derzeit leben noch 44 Mieter*innen dort, mit denen die städtische GWG kontinuierlich in Kontakt steht. Im Rahmen dieses Prozesses wurde zwischen der Mieter*innen-Initiative sowie ihren Sprecher*innen und den beiden anderen Partnern der GWG, STRABAG Real Estate und IFA, eine Einigung erzielt. Das vereinbarte Modell orientiert sich am Sozialplan für das Wimhölzel-Hinterland und sichert den Mieter*innen Vorrang bei der Vergabe von GWG-Wohnungen. Die GWG bietet den betroffenen Mieter*innen zusätzlich die bewährte und mittlerweile übliche Übersiedlungshilfe an.

Quellen