Franz Harnoncourt
| Franz Harnoncourt | |
| Beschreibung | österreichischer Arzt und Gesundheitsmanager, Vorstandsvorsitzender der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (2019–2026), Koordinator für Spitalsreformen in Salzburg (seit 2026). |
| Geburtsdatum | 1961 |
| Geburtsort | Wien |
Franz Harnoncourt (* 1961 in Wien) ist ein österreichischer Arzt und Gesundheitsmanager. Per 1. Juni 2026 wird er als Vorstandsvorsitzender der Oberösterreichischen Gesundheitsholding von Meinhard Lukas abgelöst. Seit Mai 2026 koordiniert er die Spitalsreformen im Land Salzburg.
Leben
Franz Harnoncourt ist Sohn des Dirigenten Nikolaus Harnoncourt und der Geigerin Alice Harnoncourt. Nach seinem Medizinstudium in Graz, das er 1985 mit der Promotion abschloss, war er von 1986 bis 2005 am Krankenhaus der Elisabethinen in Linz tätig. Dort arbeitete er zunächst als Arzt in der Chirurgie und Gefäßchirurgie, ab 2001 als ärztlicher Direktor und ab 2005 als Geschäftsführer.
2006 wechselte er als Geschäftsführer zur Elisabeth von Thüringen Holding. Von 2008 bis 2011 absolvierte er ein Studium der Gesundheitswissenschaften an der UMIT in Hall in Tirol.
Anfang 2012 ging Harnoncourt nach Deutschland und wurde Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH für den Bereich Medizin und Pflege. Ab 1. August 2017 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung der Malteser Deutschland gGmbH.
Oberösterreichische Gesundheitsholding
Seit Juli 2019 führte Harnoncourt als Vorstandsvorsitzender die Oberösterreichische Gesundheitsholding. Ab Oktober 2019 war er zudem kaufmännischer Geschäftsführer des Kepler-Universitätsklinikums und leitete damit das nach Beschäftigten größte Unternehmen Oberösterreichs.[1]
Im November 2025 kündigte Harnoncourt seinen Rückzug an, nachdem es zu zwei schwerwiegenden Vorfällen gekommen war: Einerseits verstarb eine Patientin mit Aorta-Riss im Klinikum Rohrbach, weil kein anderes Spital die Übernahme rechtzeitig organisieren konnte. Andererseits mussten in Kliniken der OÖ Gesundheitsholding – insbesondere am Kepler-Universitätsklinikum und später am Klinikum Steyr – aufgrund von Personalmangel geplante Operationen verschoben und in ihrer Anzahl eingeschränkt werden. Harnoncourt blieb bis zur Bestellung eines Nachfolgers im Amt, voraussichtlich bis Mai 2026. Im März 2026 wurden Tilman Königswieser (als Vorstand der Gesundheitsholding ab April 2026) sowie Meinhard Lukas (als KUK-Geschäftsführer ab 1. Juni 2026) präsentiert.
Spitalsreformen in Salzburg
Seit Mai 2026 fungiert Harnoncourt als Koordinator für die Spitalsreformen im Land Salzburg.
Privates
Harnoncourt ist verheiratet und hat vier Kinder.
Einzelnachweise
- Offline: malteser.de: Dr. Franz Graf von Harnoncourt (Suche auf archive.org )