RECENDT


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Research Center for Non Destructive Testing
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Branche: Grundlagenforschung, Angewandte Forschung, Entwicklung, Consulting

Die Research Center for Non Destructive Testing GmbH (RECENDT) erforscht und entwickelt opto-akustische Messmethoden für Problemstellungen im Bereich der Materialcharakterisierung, der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und der Prozessanalytik. Ein interdisziplinäres Team aus Physikern, Chemikern, Mechatronikern und Entwicklungsingenieuren deckt das gesamte Themenfeld intelligenter Sensorik ab [1]. Die Einrichtung befand sich bis 2011 im ETECHCENTER und zog dann in den Science Park Bauteil 2 an der Johannes Kepler Universität um.

Das Leistungsspektrum der RECENDT ist innerhalb der Stärkefelder der oberösterreichischen Forschungslandschaft in den Bereichen Mechatronik/Prozessautomatisierung, Innovative Werkstoffe/Leichtbau und Life Science angesiedelt [2]

Forschungsfelder

Die RECENDT erforscht, entwickelt und realisiert kundenspezifische, maßgeschneiderte Hightech-Lösungen im Bereich der Materialcharakterisierung und zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und ist Partner in mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte "Forschung und Entwicklung"-Prozesskette von anwendungsorientierter Grundlagenforschung bis zur Entwicklung neuester Gerätetechnologien für den Einsatz in der Industrie.

Infrarot – Spektroskopie

Durch Detektion von Änderungen im Spektrum des Lichts im infraroten Wellenlängenbereich können detaillierte Informationen über Präsenz und Bindungscharakter funktioneller Gruppen in der Probe gewonnen werden. Das macht diese Technik zu einer wichtigen Analysemethode für die Identifikation und Charakterisierung von unbekannten Proben sowie für die Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Verbindungen und stellt daher eine geeignete Messmethode zur quantitativen und qualitativen Analyse der Zusammensetzung von Feststoffen und Flüssigkeiten dar [3]. Infrarot – Spektroskopie ist insbesondere für die Anwendung in der Prozessanalytik in der chemischen Industrie geeignet.

Optische Kohärenztomographie

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist eine optische Mess- und Abbildungsmethode, die die Möglichkeit bietet, mittels Infrarotlicht kontakt- und zerstörungsfrei Querschnittsbilder einer Probe anzufertigen. Das physikalische Prinzip hinter dieser Methode ist die interferometrische Überlagerung von Infrarotlichtwellen, die aus unterschiedlichen Probentiefen zurückgestreut werden, mit einer Referenzwelle. Die rückgestreute Intensität enthält die Tiefeninformation der Probe und lässt sich, nach Anwendung mathematischer Algorithmen, als Querschnittsbild darstellen [4]. Optische Kohärenztomographie ist insbesondere für die Analyse von Kunststoffen geeignet.

Laser Ultraschall

Laser Ultraschall ist eine Methode Ultraschallsignale berührungslos mittels eines Lasers in einer Probe zu erzeugen und wiederum berührungslos zu detektieren. Herkömmliche Ultraschallmessungen haben den Nachteil, dass die Probe in direktem Kontakt mit der Messapparatur stehen muss. An sehr heißen Proben (z. B. glühendem Stahl) oder an Proben an denen eine kontaktierende Messung durch die Prüfvorschrift nicht erlaubt ist, ermöglicht Laser Ultraschall eine schnelle Prüfung [5]. Laser Ultraschall ist insbesondere für die Prüfung von Bauteilen aus Metall oder aus Verbundwerkstoffen (z.B. Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) geeignet.

Photoakustische Bildgebung

Für die Erzeugung photoakustischer Signale werden kurze Laserpulse (wenige Nanosekunden lang) verwendet. Wird der Laser in dem abzubildenden Objekt absorbiert, kommt es zu einer thermoelastischen Ausdehnung (photoakustischer Effekt), wodurch ein breitbandiges Ultraschallsignal ausgesendet wird. Ein Detektor nimmt diese photoakustischen Signale an mehreren Positionen an der Oberfläche der Probe auf. Aus einem derartigen Datensatz können entweder Schnittbilder des Objektes oder, unter Verwendung ausgefeilter Rekonstruktionsalgorithmen, das ganze Volumen berechnet werden [6]. Photoakustische Bildgebung wird insbesondere zur Darstellung biomedizinischer Proben und bei optisch teiltransparenten Kunstoffen eingesetzt.

Terahertz-Technologie

Der Terahertz-Frequenzbereich (THz) ist im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen- und Infrarotstrahlung angesiedelt. Als interessante Eigenschaft weist THz-Strahlung große Eindringtiefen für viele nichtleitende Materialien, wie etwa Kunststoffe, Polymere, Verbundmaterialien, Gewebe oder Keramiken auf. Aufgrund der geringen Energien ist THz-Strahlung, im Gegensatz zu Röntgenstrahlung, nicht ionisierend, wodurch THz-Technologie ein großes Potential für die berührungslose und zerstörungsfreie Materialuntersuchung und –charakterisierung birgt [7]. Messungen mit Terahertz-Signalen sind insbesondere zur chemischen Analyse verpackter Stoffe und zur bildgebenden Kontrolle von Kunststoffen und anderen nichtleitenden Materialien geeignet.

Nanoindentation

Nanoindentation ist ein Messverfahren, mit dem es möglich ist, die mechanischen Eigenschaften einer Vielzahl von Materialien mit einer sehr hohen örtlichen Auflösung zu bestimmen. Durch das Eindrücken einer Diamantspitze in die Probenoberfläche kommt es zu einer Verformung. Die elastischen Eigenschaften können anhand des Rückgangs dieser Verformung beim Entlasten bestimmt werden. Die bleibende Verformung hingegen ist ein Maß für die plastischen Eigenschaften (z. B. Härte und plastische Arbeit) [8]. Nanoindentation kann bei praktisch allen Materialien eingesetzt werden.

Awards/Anerkennungen

  • „Sonderpreis für Forschungseinrichtungen“ beim Innovationspreis der Landes Oberösterreich 2010
  • OGMA-Preis für die Dissertation von Jürgen Kasberger 2011
  • 3. Rang im „Best Young Scientist“ Wettbewerb für Armin Hochreiner 2011
  • 2009 erhielt RECENDT den Zuschlag zum einzigen außeruniversitären Christian-Doppler-Labor für Photoakustik und Laser-Ultraschall.

Kontakt

RECENDT GMBH
Science Park 2 / 2.OG
Altenberger Straße 69
4040 Linz
Telefon: +43 732 2468-4600
E-Mail: office@recendt.at

Einzelnachweise

  1. Upper Austrian Research GmbH. Beteiligungen
  2. Upper Austrian Research GmbH. OÖ Stärkefelder treiben technologische Entwicklung
  3. Projektdatenblatt Infrarot-Spektroskopie
  4. Projektdatenblatt Zerstörungsfreie Querschnittsanalyse mittels Optischer Kohärenztomographie
  5. Laser Ultraschall
  6. Projektdatenblatt Photakustische Bildgebung
  7. Projektdatenblatt Terahertz Technologie
  8. Projektdatenplatt Nanoindentation

Weblinks

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