Fabasoft

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Fabasoft AG
Branche Softwareentwicklung
Adresse Honauerstraße 4, 4020 Linz
Gründung 1988
Leitung Helmut Fallmann, Oliver Albl, Matthias Wodniok
Geschäftszahlen 1. April 2025 bis 31. März 2026
Mitarbeiter 505 (2026)
Umsatz 87 Mio Euro (2025)
Gewinn 10,8 Mio Euro (2026)
Webseite www.fabasoft.com
Hauptsitz der Fabasoft im Bruckner Büro Center
Hauptsitz der Fabasoft im Bruckner Büro Center
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Die Fabasoft AG ist ein Softwareunternehmen mit Hauptsitz in Linz (Honauerstraße 4, im Bruckner Büro Center). Das 1988 von Helmut Fallmann und Leopold Bauernfeind gegründete Unternehmen ist als Aktiengesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Der Name Fabasoft ist eine Abkürzung aus Fallmann, Bauernfeind und Software.

Unternehmensangaben

Seit dem 4. Oktober 1999 sind die Aktien der Fabasoft AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug 32 Mio Euro.[1] Im Geschäftsjahr 2024/2025 (1. April 2024 bis 31. März 2025) stieg der Umsatz auf rund 87 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis lag bei etwa 13,3 Millionen Euro, das Jahresergebnis bei 9,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 38,7 Prozent, die Forschungsquote 30,7 Prozent (gemessen an den Umsatzerlösen).

Im Geschäftsjahr 2025/2026 (1. April 2025 bis 31. März 2026) steigerte das Unternehmen den Gewinn um 18,5 Prozent auf 10,8 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl stieg von 494 auf 505. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 26,5 Mio. Euro, die Forschungsquote lag bei 29,4 Prozent. Geschäftsführer Helmut Fallmann betonte, man habe sich „selbst unter herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ im Markt behaupten und historische Höchstwerte erzielen können.[2] Regelmäßige Einnahmen deckten bereits 61 Prozent des Umsatzes ab (54,9 Mio. Euro). Investiert wurde vor allem in den Ausbau des cloudbasierten Ökosystems „Fabasphere“ und in nutzerorientierte KI-Anwendungen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 8. Juli 2026 eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,10 Euro).

Fabasoft ist ISO 20000-[3] und ISO 27001-zertifiziert. Zudem hat das Unternehmen das Prüfverfahren nach Statement on Auditing Standards (SAS) 70 Typ II[4] erfolgreich abgeschlossen.

Leitung

Helmut Fallmann und Leopold Bauernfeind gründeten das Unternehmen 1988 und leiteten es gemeinsam, bis Bauernfeind 2022 aus privaten Gründen aus dem Vorstand ausschied. Er steht dem Unternehmen weiterhin als Berater zur Verfügung.

Vorstand

Ausbaupläne Altenberger Straße

Fabasoft plant, an der Altenberger Straße nahe dem Campus der Johannes Kepler Universität ein neues Firmengebäude zu errichten. Das Umwidmungsverfahren für das 11.000 qm große Gelände wurde jedoch im Februar 2020 gestoppt, zudem wurde die Rodung eines Waldstücks nicht bewilligt. Ende Mai 2021 entschied das Landesverwaltungsgericht zugunsten des Unternehmens. Das Umwidmungsverfahren könnte wieder aufgenommen werden, sobald Fabasoft dies beantragt.[5]

Positionierung

Fabasoft entwickelt Standardsoftware für E-Government, elektronische Aktenführung und Enterprise-Content-Management. Das Unternehmen betreut vor allem Großkunden wie Bundesministerien, Landesverwaltungen, Kommunen, Interessenvertretungen sowie private Unternehmen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und den USA.

Die Produktpalette deckt den gesamten E-Government-Zyklus ab. Die Lösungen ermöglichen das Einreichen von Anträgen über das Internet, die elektronische Geschäftsfallbearbeitung (Fabasoft eGov-Suite), die elektronische Zustellung behördlicher und privater Schriftstücke sowie die revisionssichere elektronische Archivierung.

Im Bereich Enterprise-Content-Management bietet Fabasoft die Plattform Fabasoft Folio in verschiedenen Ausprägungen an. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist das integrierte Zusammenspiel von Geschäftsprozessmanagement, Dokumentenmanagement und Records Management. Fabasoft ist weltweit der einzige Hersteller, der mit diesem Produkt die MoReq2-Zertifizierung bestanden hat.[6] Das Testverfahren führte die Imbus AG durch.

Fabasoft beschäftigt sich auch mit Cloud Computing.[7] Am 18. Januar 2010 wurde Fabasoft Folio Cloud der Öffentlichkeit präsentiert.[8] Die Plattform bietet eine Dokumentenmanagement- und Teamwork-Anwendung, die in der einfachsten Stufe kostenlos genutzt werden kann.[9]

Die Softwareprodukte von Fabasoft stehen durchgängig vom Arbeitsplatz bis zum Rechenzentrum zur Verfügung. Sie unterstützen die Betriebssysteme Microsoft Windows sowie verschiedene Linux-Distributionen.

Anteilseigner

  • Etwa 25,36 % der fünf Millionen Aktien befinden sich im Streubesitz.[10]
  • Rund 67,3 % hält die Fallmann & Bauernfeind Privatstiftung.[11]

Produkte

  • Fabasoft app.telemetry (ehemals Fabasoft app.strudl)[12][13]
  • Fabasoft eGov-Suite[14]
  • Fabasoft Folio[6]
  • Fabasoft Folio Cloud
  • Fabasoft Mindbreeze[15]
  • Fabasoft app.test (ehemals Fabasoft DUCXtest)[16]
  • Fabasoft app.ducx (ehemals Fabasoft DUCXdev)[17]

Bilder

Einzelnachweise

  1. Fabasoft: Umsatz um 13 Prozent gesteigert, OÖN Oberösterreichische Nachrichten, 6. Juni 2018
  2. Fabasoft steigerte Gewinn um ein Fünftel, Logo ORF ORF Oberösterreich, 5. Juni 2026
  3. Pressemitteilung CIS (abgerufen am 24. August 2011)
  4. Offline: Fabasoft-Webseite (Suche auf archive.org ) (abgerufen am 13. Februar 2011)
  5. Aus für Linzer Hängebrücke, OÖN Oberösterreichische Nachrichten, 2. Juni 2021
  6. 6,0 6,1 Fabasoft Folio weltweit erstes Produkt mit bestandener MoReq2 Zertifizierung - Medienecho (englisch; abgerufen am 7. April 2010)
  7. Creditreform Magazin: Rechenpower aus der Wolke (PDF; abgerufen am 7. April 2010)
  8. egovday 2010
  9. Bericht im Format (abgerufen am 7. April 2010)
  10. Offline: Geschäftsbericht 2010/2011 (Suche auf archive.org ) (PDF)
  11. Deutsche Börse: Offline: Unternehmensdaten Fabasoft AG (Suche auf archive.org )
  12. Fabasoft app.telemetry Fall Release 2010 (abgerufen am 15. Dezember 2010)
  13. Bericht über app.strudl auf InformationWeek.de (abgerufen am 16. April 2010)
  14. Fabasoft eGov-Suite (abgerufen am 12. März 2012)
  15. Bericht über Mindbreeze in KMWorld (abgerufen am 16. April 2010)
  16. Fabasoft app.test (abgerufen am 9. Dezember 2010)
  17. Fabasoft app.ducx (abgerufen am 8. Juli 2011)

Weblinks

Dieses Dokument entstammt ursprünglich aus der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Fabasoft, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste. Wie im LinzWiki stehen alle Texte der Wikipedia unter der CC-BY-SA-Lizenz.