VA Intertrading

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VA Intertrading AG
Branche: Handel mit Waren aller Art
Adresse: Strasserau 6
Gründung: 1978
Leitung: Nils Krage und Peter Köck
Mitarbeiter: 880 (davon 140 in Linz)
Bild
Hauptsitz an der Donau in Linz

VA Intertrading (kurz: VAIT) ist ein Linzer Handelsunternehmen. 1978 als Tochterunternehmen der damals staatlichen VÖEST Alpine gegründet ist es heute ein eigenständiges Unternehmen in Privatbesitz.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 13. April 1978 als VOEST-ALPINE Intertrading GmbH gegründet und war eine 100%-Tochter der verstaatlichten VÖEST Alpine. Der Unternehmensstandort befand sich am Werksgelände der VÖEST in Linz.

Unternehmensziel war die Abwicklung von Kompensationsgeschäften für die vom VÖEST Anlagenbau errichteten Industrieanlagen, insbesondere mit Ländern des Ostblocks. Daneben wurde auch mit landwirtschaftlichen Produkten und Konsumgütern gehandelt. Ab 1982 werden auch metallurgische Produkte, Maschinen, Werkzeuge und Rohöl weltweit gehandelt. Aufgrund eines Eigentümerbeschlusses durfte der österreichische Markt nicht bedient werden - noch heute hat die Intertrading einen Auslandsanteil von 99%.

Im November 1985 wird das neu errichtete, heute noch benutzte Firmengebäude an der Donau in Linz bezogen.

Ebenfalls Ende 1985 werden nach missglückten Spekulationen auf fallende Preise und damit eingehender hoher Verluste bekannt. Dieser Intertrading-Skandal führte unter anderem zur Abberufung des gesamten Vorstandes der VÖEST Alpine und letztlich zur Verstaatlichten-Krise in Österreich, die zu Personalabbau und Privatisierungen (unter anderem voestalpine, VA Tech, Chemie Linz) führte.

In Folge der Ost-Öffnung Ende der 1980er Jahre boomt das Geschäft. Im Kerngeschäftsbereich, dem Handel mit Stahlprodukten, werden rund 1,3 Mio. Tonnen pro Jahr umgesetzt. Auch Nahrungsmittel, Futtermittel und Chemieprodukte verkaufen sich gut. Weltweit werden Niederlassungen eröffnet.

Bis 1993 war die Intertrading eine 100%-Tochter der voestalpine, in diesem Jahr steigt die VA Tech mit 24% Anteil ein. 1995 wird die GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Gleichzeitig verringert die voestalpine ihren Anteil auf 49%, während Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich, Bank Austria und Erste Bank einsteigen. 1996 wird eine Mitarbeiterbeteiligungs-Gesellschaft gegründet.

2007 bringt als Rekordjahr rund 1,53 Mrd. Euro Umsatz und 51,20 Mio. Euro Nettogewinn. Der Unternehmensname wird auf VA Intertrading Aktiengesellschaft geändert.

2015 verkauft die voestalpine ihren verbliebenen 38.5% Anteil an die luxemburgische Calexco des ukrainischen Milliardärs Kostyantin Zhevago. Dieser Verkauf führte zu einem langen Rechtsstreit, der erst 2019 beigelegt werden konnte[1].

Anfang 2020 zog sich der langjährige Vorstandsvorsitzende Karl Mistlberger vom operativen Geschäft in den Aufsichtsrat zurück.

Ende 2020 gab das Unternehmen bekannt, sich aus dem Stahlhandel zurück zu ziehen und sich auf Agrarprodukte zu konzentrieren.[2]

Kontakt

VA Intertrading Aktiengesellschaft
Strasserau 6
4020 Linz
Telefon: +43 732 78040

Quellen

Webseite