Niyazi Serdar Sarıçiftçi


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Niyazi Serdar Sarıçiftçi (* 1961 in Konya, Türkei) ist türkisch-österreichischer Physiker. Er ist Professor für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität in Linz. Dort leitet er das Institut für Physikalische Chemie sowie das Institut für Organische Solarzellen (LIOS).

Leben

Niyazi Serdar Sarıçiftçi absolvierte das Österreichische St. Georgs-Kolleg in Istanbul. Daneben studierte er klassisches Piano am Musikkonservatorium in Istanbul (1970–1980).

Danach begann er sein Physikstudium an der Universität Wien (1980–1989). Nach der Erlangung der Doktorwürde (1989) forschte er am 2. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart, Deutschland (1989–1992). 1992 erhielt er die akademische Lehrbefugnis (venia docendi) von der Central Interuniversitary Commission (YÖK) in Ankara, Türkei. Anschließend ging er zum Institute for Polymers & Organic Solids an der University of California, Santa Barbara, USA, wo er über vier Jahre tätig war und gemeinsam mit Alan J. Heeger (Nobelpreis für Chemie, 2000) die polymeren, organischen Solarzellen entdeckt und untersucht hat (1992–1996). Im April 1996 hat er die Berufung zum Lehrstuhl für physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität Linz angenommen.

Seit 1996 lehrt er als ordentlicher Professor an der JKU und ist Vorstand des Institutes für physikalische Chemie. Im Jahre 2000 wurde er zum Gründungsvorstand des Linzer Institutes für organische Solarzellen (LIOS) an der JKU ernannt. Zwischen 2003 und 2009 wurde er in den Gemeinderat der Landeshauptstadt Linz gewählt (SPÖ-Fraktion). Weiters ist Sarıçiftçi ein Gründungsmitglied des Linzer Kreises. Er ist ebenfalls Mitglied verschiedener Vereine und Gesellschaften: Fellow of the Royal Society of Chemistry (FRSC), American Chemical Society (ACS), Materials Research Society (MRS), Österreichische Physikalische Gesellschaft (ÖPG), Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) und Fellow of SPIE.

Im Jahr 2011 konnte die JKU mit Hilfe von Stadt Linz, Land Oberösterreich und Wissenschaftsministerium fünf Rufe von renommierten ausländischen Universitäten abwehren. So hatten u.a. die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Katholieke Universiteit Leuven in Belgien um Sarıçiftçi geworben.[1]

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

Sarıçiftçi ist auf dem Gebiet der organischen Halbleiter und deren Anwendungen spezialisiert. Insbesondere ist er im Gebiet der organischen Solarzellen tätig. Chemische Energiespeicherung der Solarenergie mit Hilfe von CO2 Recycling wird in seiner Forschung zunehmend wichtiger.

Preise

  • Ehrendoktorat (Abo Akademi, Finland, 2011)
  • Kardinal Innitzer Preis (2010)
  • Humanitätsmedaille der Stadt Linz (2010)
  • Österreicher des Jahres 2008, Kategorie Forschung (ORF und Die Presse)
  • Turkish National Science Prize (TUBITAK Bilim Ödülü) 2006
  • ENERGY GLOBE Oberösterreich (2003)
  • Grünpreis 2001 gesponsert von den Grünen Oberösterreich
  • Wittgenstein-Preis (2012)[2]
  • korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2014)[3]

Publikationen

Sarıçiftçi hat über 400 wissenschaftliche Publikationen in renommierten Journalen publiziert. Mit mehr als 20.000 Zitationen und einem Hirsch Index von 61 (2011) ist er einer der meist zitierten Wissenschafter in seinem Gebiet. In einem weltweiten Ranking der besten Materialwissenschaftler wurde Sariciftci als 14. eingereiht [4]

Für eine detaillierte Liste seiner Publikationen siehe: LIOS

Einzelnachweise

  1. jku.at: Weltklasse-Forscher bleibt an der JKU
  2. Wittgenstein-Preis an Henzinger und Sariciftci, science.orf.at, 12. Juni 2012
  3. Prof. Sariciftci Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  4. Science Watch, Top 100 Materials Scientists, abgerufen am 28. August 2011

Weblinks

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