Emporia


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Emporia Telecom
Branche: Telekommunikation
Leitung: Albert Fellner, Eveline Pupeter-Fellner
Mitarbeiter: 120[1]
Umsatz: 50 Mio. Euro (2009)

Die Emporia Telecom Produktions- und Vertriebs GesmbH & CoKG ist ein Telekommunikationskonzern mit Hauptsitz in Linz (Industriezeile 36).

Unternehmen

Das Unternehmen produziert hauptsächlich Mobiltelefone und Mobilfunk-Zubehör für ältere Menschen (Seniorenhandys). Als einziger Anbieter dieses Sektors wird der Konzern auch von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erfasst. In Österreich erreicht Emporia einen Marktanteil von 16 Prozent bei Prepaid-Handys. Produkte der Firma werden in 30 Ländern vertrieben.[1] In Deutschland sind Emporia-Handys bei allen großen Netzbetreibern erhältlich, international arbeitet der Hersteller beispielsweise mit T-Mobile, Vodafone und Orange zusammen.

Emporia wurde 1991 gegründet und ist bis heute ein Familienunternehmen. Eigentümer und Geschäftsführer sind Albert Fellner und Eveline Pupeter-Fellner. Der Konzern beschäftigt rund 120 Mitarbeiter[1] und setzte 2009 rund 50 Millionen Euro in 30 Ländern um.[2]

Geschichte

Albert Fellner gründet Emporia im Jahr 1991. Emporia entwickelt, produziert und vermarktet Telekommunikationsprodukte und Mobiltelefone. Bei Mobiltelefonen hat sich Emporia auf die Anforderungen von Senioren spezialisiert. Fellners Ehefrau Eveline Pupeter-Fellner gehört seit 2003 der Geschäftsführung des Familienunternehmens an. Sie ist für das Europageschäft sowie für Marketing, Strategie und Personal verantwortlich. Emporia vertreibt seine Mobiltelefone bisher in 28 Ländern Mittel- und Nordeuropas, in Israel, Kanada und Zypern sowie in den USA.

2015 zog sich Albert Fellner aus dem Unternehmen zurück, seine Ehefrau Eveline Pupeter-Fellner übernahm das alleinige Eigentum.

Innovationsgedanke

Zielgruppe von Emporia sind ältere und oft auch körperlich beeinträchtigte Menschen. Die häufigsten Alterserscheinungen wie eingeschränkte Sehkraft, Motorik und Hörvermögen werden in der Handyentwicklung berücksichtigt. Forschungskooperationen zur Weiterentwicklung bestehen unter anderem mit der Johannes Kepler Universität Linz, den Fachhochschulen Oberösterreichs, der Uni Aachen und der Universität Cambridge. Jeder vierte Arbeitnehmer bei Emporia wird in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigt.

Produkte

Das sehr große Display aller Geräte gewährleistet eine bessere Lesbarkeit. Diese wird auch durch eine Lupenfunktion verbessert. Außerdem verfügen alle Emporia-Produkte über hörgerätekompatible Lautsprecher. Die Displaybeleuchtung der Emporia-Mobiltelefone ist auch für Menschen mit Sehbehinderung (zum Beispiel Menschen mit Grauem Star) geeignet. Durch die spezielle Farbgebung (schwarz auf orange) empfinden sie beim Blick darauf keinen Schmerz.

Kooperationen und Aktivitäten

Emporia führt häufig Aktivitäten mit oder für Senioren durch. Um weitere Verbesserungsvorschläge aus der eigenen Zielgruppe zu erhalten, rief das Unternehmen beispielsweise in Kooperation mit der Deutschen Seniorenliga e.V. den Ideenwettbewerb einfachtelefonieren.de ins Leben. Zu den Jurymitgliedern zählen neben den Initiatoren auch Vertreter der Deutschen Telekom, der RWTH Aachen sowie der Hochschule für Kunst und Design Halle. Die Gewinner-Vorschläge des ersten Wettbewerbs sind eine „Visitenkartentaste“, mit der auf Knopfdruck Name, Adresse und Patientendaten des Besitzers eingesehen werden können, sowie eine „Handy Mitnahme Erinnerung“, die akustisch davor warnt, wenn der Besitzer die Wohnung ohne sein Handy verlässt. Ebenfalls honoriert wurde das Modell „SPhone“, ein Handy, das in seiner Formgebung an einen klassischen Telefonhörer erinnert. Die Ideen der Gewinner werden von Emporia geprüft und sollen später auch in die Produktentwicklung einfließen.

Im Jahr 2011 schloss das Unternehmen mit Vodafone in Deutschland eine Kooperation ab und plant dieses Jahr einen Marketeintritt in den USA.[2]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Emporia Telecom: Historie Abgerufen am 24. Mai 2011.
  2. 2,0 2,1 emporia Telekom bringt Handy für Vodafone Deutschland auf den Markt im Standard vom 4. Februar 2011

Weblinks

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