Nikolauskirche

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Nikolauskirche in Urfahr
Nikolauskirche in Urfahr

Die Nikolauskirche (auch: Nikolaikirche, St. Nikolaus Kirche) war ein römisch-katholisches Kirchengebäude im Linzer Bezirk Urfahr. Sie wurde 1505 geweiht, unter Kaiser Josef II gesperrt und anschließend als Getreidespeicher und Wohnhaus genutzt. Das Gebäude musste schließlich dem Neubau des Neuen Rathauses weichen. Heute erinnert die Kapelle des Rathauses an den ehemaligen Standort.

Geschichte

Kirche

Die Nikolauskirche war das Erste Kirchengebäude in der Gemeinde Urfahr. Ihre Errichtung wurde im August 1492 durch einen Gnadenbrief des Kaisers Friedrich III. erlaubt. Auch die Anstellung eines Pfarrers und eines Kaplans wurde erlaubt. Als Auflage wurde jedoch durch den Kaiser erteilt, dass durch den Bau der Kirche "unserer Stadt Linz keine Schande auferstehe"[1]. Die Errichtung der Kirche erfolgte ab etwa 1500. Die Einweihung führte 1505 der Passauer Bischof durch, zu dessen Diözese Linz und Urfahr damals gehörten.

1633 wurde die Kirche von den Jesuiten übernommen, 1681 schließlich von den Kapuzinern. Bis 1789 wurde die Kirche für Messfeiern genutzt, bis sie unter Kaiser Josef II. gesperrt wurde. Im Folgejahr (1790) wurde die Kirche verkauft.[2]

Getreidespeicher

Das Gebäude wurde zu einem Getreidespeicher adaptiert. Als solcher wurde er bis 1824 genutzt.

Wohnhaus

Nach 1824 wurde das Haus in ein Wohnhaus umgestaltet. Dieses bestand bis 1975, als es dem Bau des Neuen Rathauses weichen musste und abgerissen wurde.

Heutiger Standort

Am ehemaligen Standort befindet sich heute die Kapelle (Gedächtnisraum) des Neuen Rathauses.

Gebäude

Trivia

  • Als eine der ersten Kirchen im heutigen Stadtgebiet hat die Nikolauskirche eingang in das Wappen der Diözese Linz gefunden. In deren rechten (heraldisch linken) Schildhälfte ist sie als eine der drei Leinenblüten symbolisch dargestellt. Die anderen beiden Blüten symbolisieren die Linzer Stadtpfarrkirche und die Martinskirche, das blaue Band dazwischen die Donau. Diese Symbolik wurde etwa auch in das Wappen der Katholisch-Theologischen Privatuniversität übernommen.[3]

Bilder

Weblinks

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Es gibt auch in der Wikipedia einen Artikel zum Thema Nikolaikirche (Urfahr).


Einzelnachweise