Bevölkerungsentwicklung


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Bevölkerungs-Entwicklung in Linz

Anstieg der Einwohnerzahl um 9.3% von 2009 bis 2019

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Bevölkerungentwicklung in Linz zwischen 2009 und 1.1.2019[1]


Die in Linz mit Hauptwohnsitz gemeldete Bevölkerung ist im Laufe der letzten 10 Jahre zwischen 1.1.2009 und 1.1.2019 um insgesamt 9,3 % gestiegen. Zu Beginn des Jahres 2019 zählte Linz 206.895 EinwohnerInnen.[1]

Linz ist die einzige Großstadt Österreichs, die mit einer Anzahl von 157.000 Arbeitsplätzen fast doppelt so viele Stellen aufweist, wie die Stadtbevölkerung deckt. Dieser enorme Arbeitsplatzüberschuss bewirkt eine dementsprechend hohe Einpendlerrate aus den Umlandgemeinden von Linz, was enorme Verkehrsprobleme in der Stadt bewirkt. Im Ballungsraum, der Metropolregion Linz, leben laut Eurostat-Erhebung von 2016 rund 781.833 Menschen.[2] [3]

Religion

Gemäß der Volkszählung von 2001 verteilt sich die Religionszugehörigkeit wie folgt:[4][5]

  • 60,9 % römisch-katholisch
  • 21,6 % ohne Bekenntnis
  • 6,7 % islamisch
  • 4,4 % evangelisch]]
  • 2,5 % christlich-orthodox
  • 3,9 % Andere Religionen

Von 1867 (Religionspatent) bis 1938 bestand in Linz nach Zuwanderung aus dem Raum Nürnberg, Böhmen und Mähren eine kleine jüdische Gemeinde die in den 1920er-Jahren am Höchststand knapp 1.000 Mitglieder zählte – die Mehrheit davon lebte im Stadtteil Urfahr.[6] Schon 1877 errichtete die junge Gemeinde die Linzer Synagoge. Bereits zu Beginn der 1930er setzte angesichts des wachsenden Antisemitismus die Emigration ein. Ab dem Anschluss 1938 setzte die organisierte Vertreibung und Ermordung ein, jüdisches Eigentum wurde „arisiert“. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge zerstört. Auf dem gleichen Grundstück wurde 1968 eine neue Synagoge eröffnet. Heute zählt die jüdische Gemeinde Linz weniger als 100 Angehörige.[5]

Bedeutende religiöse Einrichtungen der Stadt sind der Neue Dom, der Alte Dom, die Stadtpfarrkirche, die Wallfahrtsbasilika Pöstlingberg sowie die Pfarr- und die Friedenskirche Urfahr, die Martinskirche und die Pfarrkirche Ebelsberg. Darüber hinaus befindet sich die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz und der Bischofssitz der Diözese Linz in der Stadt.[5]

Die größte nicht-christliche Glaubensgemeinschaft der Stadt arbeitet gegenwärtig an der Verwirklichung eines Kulturzentrums im Süden der Stadt, der neben einem Betraum auch islamische Vereine, Sozial- und Kultureinrichtungen beherbergen soll.[5]

Folgen des Bevölkerungszuwachses

Krieg, Flüchtlingswellen, Bodenversiegelung, Wasserverschmutzung, Überlastung und Stau auf Verkehrswegen

Im Juli 1957 waren noch 2,87 Milliarden Menschen auf der Welt, im Jahr 2050 werden wir laut Prognosen der Vereinten Nationen 9,8 Milliarden und im Jahr 2100 11,2 Milliarden sein[7] , wodurch die bereits 1972 erstmals vom Club of Rome aufgezeigten Grenzen des Wachstum der Erde in lebensbedrohender Weise erreicht werden[8] . Die Folgen sind laut den Genozidforschern Univ.-Prof. Gunnar Heinsohn & Univ.-Prof. Hartmut Dießenbacher von der Universität Bremen: Klimawandel, kriegerische Auseinandersetzungen, Flüchtlingswellen, Bodenversiegelung, Trinkwasserverknappung, Wasserverschmutzung, Überlastung und Stau auf vielen Verkehrswegen, gesundheitsschädigende Feinstaub-Konzentration in der Luft, Überschreitung zulässiger Stickoxid-Limits und klimaschädigende CO2-Emissionen, zu viel Müll & Wohnungsknappheit in Großstädten, Gesundheitsgefährdung durch Elektronik-Schrott-Deponien in Afrika und Problemstoff-Entsorgung in Asien, steigende Gefahr atomarer Zwischenfälle wie in Tschernobyl/Fukushima durch weltweit immer mehr Atomkraftwerke, Abschmelzen der Gletscher und des Eises am Nordpol und am Südpol, Hochwässer und Stadt-Hitze über 35° im Sommer[9]. Im Sinne der Empfehlungen des Club of Rome sollte daher jede Großstadt, jeder Staat und ganz Europa als neues hochrangiges ökologisches Ziel das Konstanthalten der Bevölkerung anstreben anstatt die bisherigen zu hohen Bevölkerungswachstumsraten fortzuschreiben.[9]

Fridays for Future: Warnung vor globaler Temperaturerhöhung und Stadthitze

Siehe auch: Folgen des Klimawandels in Österreich (Wikipedia)
Sollte es nicht gelingen, die globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad zu begrenzen, so kommt es zunehmend zu Hitzewellen, Dürreereignissen, Anstieg des Meeresspiegels und Abschmelzen des Eises an den Polkappen. Auch kriegerische Auseinandersetzungen sind aufgrund der Bevölkerungsexplosion und der daraus resultierenden zunehmenden Verknappung von Ressourcen zu befürchten.[10][11] Im schlimmsten Fall erhitzt sich unser Planet durch selbstverstärkende Effekte immer weiter bis er letztlich für die Menschheit unbewohnbar wird.[12]

All das ist seit vielen Jahren bekannt und die Appelle der Wissenschaftler werden von Jahr zu Jahr dringlicher. Tatsächlich wurde dann auch 2015 im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart, dass die maximale globale Temperaturerhöhung deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzt werden muss. Damit wurde indirekt auch festgelegt, dass unserer Menschheit noch ein bestimmtes CO2-Budget zur Verfügung steht, welches nicht überschritten werden darf. Das Problem: Kein einziges Land der Welt hält sich aktuell an diese Vorgaben! Bereits in 10 - 15 Jahren wird dieses Budget aufgebraucht sein, wenn die Emissionen weiterhin auf dem aktuellen Niveau verharren oder wie in Österreich sogar in den letzten 3 Jahren wieder angestiegen sind. Es scheint also, als würde die Wirtschaft und Politik, bewusst unsere Zukunft für kurzfristige Profite oder Wahlerfolge aufs Spiel setzen. Es werden nicht annähernd jene Maßnahmen getroffen, die notwendig wären, um das überlebensnotwendige 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Auf der Homepage der Linzer Aktionsgruppe von Fridays for Future Austria[12] wird immer wieder informiert, wann und wo genau Aktionen zum Klimaschutz in Linz stattfinden.[12]

Experten zur Drosselung von Bevölkerungswachstum und Erderwärmung

Bericht an den Club of Rome 2016: Ein Prozent ist genug

"Ein Prozent ist genug" heißt der Bericht an den Club of Rome des Jahres 2016. Er trägt den Untertitel „Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen“. Die beiden Autoren Jørgen Randers und Graeme Maxton sind in der Beurteilung der Wochenzeitung Die Zeit zwei der weltweit einflussreichsten Zukunftsforscher.[13] Der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sagte bei der Buchvorstellung, dass der Club of Rome seiner Zeit immer voraus gewesen sei: „Unser westliches Wirtschafts- und Konsummodell sei nicht das Zukunftsmodell für Indien und Afrika.“[13][14]

In dem Buch geht es nicht nur um eine Begrenzung des Wachstums in den Industrieländern, sondern um eine Abkehr vom derzeitigen marktradikalen Denken insgesamt und um einen radikalen Umbau der Volkswirtschaften. „Das Wirtschaftssystem ist eher der Grund unserer Probleme und nicht ihre Lösung“, so die Autoren. Mit ihren Thesen versprechen sie sich Zustimmung breiter Kreise: „Unsere Vorschläge dürften für die demokratische Mehrheit der Wähler sehr attraktiv sein, denn so gut wie alle Maßnahmen schaffen nicht nur langfristig eine bessere Welt, sondern auch kurzfristig unmittelbare Vorteile für die meisten Menschen“. Neben dem Wirtschaftssystem geht es den Autoren um die Begrenzung der Weltbevölkerung. Die Verdoppelung der Bevölkerung in den vergangenen 50 Jahren identifizieren sie als die Hauptursache für die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten und plädieren dafür, die Wachstumsrate der Bevölkerung weiter zu drosseln bzw. ins Negative zu kehren.[14]

Weitere Informationen

Siehe auch

Wikipedia-Links

Sonstige Web-Links

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bevölkerungentwicklung in Linz zwischen 2009 und 1.1.2019, Büro Stadtregierung Linz - Stadtforschung, abgerufen am 4.5.2019
  2. Eurostat Urban Audit: Metropolregionen (Larger Urban Zone) Stand 2017, abgerufen am 15. April 2018
  3. Wikipedia: Linz - Bevölkerung, abgerufen am 4.5.2019
  4. Volkszählung 2001 – Religionszugehörigkeit (PDF), www.linz.at
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 LinzWiki: Linz - Religion
  6. Daniela Ellmauer, Michael John, Regnia Thumser: ‚Arisierungen‘, beschlagnahmte Vermögen, Rückstellungen und Entschädigungen in Oberösterreich. Veröffentlichung der Österreichischen Historikerkommission, Band 17/1, Oldenbourg Verlag, Wien/München 2004, S. 43 (Buchauszug online auf googlebooks.com)
  7. Nachhaltige Politik: Bevölkerungsentwicklung, abgerufen am 4.5.2019
  8. Grenzen des Wachstum der Erde, Nachhaltige Politik, abgerufen am 4.5.2019
  9. 9,0 9,1 LinzWiki: Bodenversiegelung: Folgen und Alternativen
  10. Univ.-Prof. Gunnar Heinsohn (Universität Bremen): Genozide durch Bevölkerungsexplosion
  11. Univ.-Prof. Hartmut Dießenbacher (Universität Bremen): Genozide durch Bevölkerungsexplosion
  12. 12,0 12,1 12,2 Fridays for Future Linz, Oberösterreich, abgerufen am 24.5.2019
  13. 13,0 13,1 Zukunftsforscher plädieren für Ein-Kind-Politik in Industrieländern, Die Zeit, 13. September 2016, abgerufen am 25. Mai 2019
  14. 14,0 14,1 Ein Prozent ist genug; Bericht an den Club of Rome des Jahres 2016 mit 13 Vorschlägen zur Drosselung von Bevölkerungswachstum und Erderwärmung, abgerufen am 25. Mai 2019