Voestalpine


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Gasometer der Voestalpine
Luftaufnahme des Werksgeländes
Blauer Turm, Sitz des Unternehmens

Der voestalpine AG ist ein in über 60 Ländern vertretener Stahlkonzern mit Hauptsitz in Linz (Bezirk Industriegebiet-Hafen). Das Unternehmen in der heutigen Form entstand 1995 aus dem im Jahr 1946 gegründeten Stahlkonzern VÖEST, welcher Teil der verstaatlichten Industrie Österreichs war. Der aus rund 360 Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehende Konzern ist seit 1995 an der Wiener Börse vertreten und zählt als eine der best performenden ATX-Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hatte das Unternehmen 46.500 Mitarbeiter und konnte mit 12,06 Milliarden Euro einen Reokordumsatz verbuchen.[1].

Im Geschäftsjahr 2009/2010 hatte das Unternehmen noch 39.406 Mitarbeiter[2] (inklusive Leiharbeiter 42.357 Mitarbeiter[3]) und erwirtschaftete damit einen Umsatz von 8,6 Mrd. EUR[4].

Unternehmensbereiche

Der Konzern gliedert sich in fünf Divisionen:

  • Stahl
  • Edelstahl
  • Bahnsysteme
  • Profilform
  • Automotive

Standorte

Das Unternehmen verfügt über 360 Standorte in 60 Ländern (Stand: 2009/2010)[4].

Geschichte

Der Bau der VÖEST (ehemals "Hermann-Göring-Werke") begann am 13. Mai 1938. Aufgrund der Hochwassergefahr im Osten von Linz, welcher nahezu unbebaut war, wurde die nahe der Donau gelegene Siedlung St. Peter/Zizlau als Standort gewählt. Die Siedlung wurde abgetragen und die Einwohner zwangsumgesiedelt. Um Hochwasserprobleme zu vermeiden wurde das Gebiet großflächig mit Schotter aufgeschüttet.

Die Hermann-Göring-Werke und ihre Tochtergesellschaften, die Stahlbau GmbH und die Eisenwerke Oberdonau GmbH, fusionierten 1939 zur Alpine Montan Aktiengesellschaft „Hermann Göring“ Linz.

Ohne ausländische Arbeitskräfte, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen (ab 1940) sowie KZ-Häftlinge (ab 1942), hätte das Rüstungswerk nicht gebaut werden können.

1941 begannen die „Eisenwerke Oberdonau“ die Produktion von Panzerteilen. Die Montage wurde im nahe gelegenen Nibelungenwerk durchgeführt. Bis zur Beschädigung durch US-amerikanische Bombenangriffe im Juli 1944 konnten ca. 1,5 Millioen Tonnen Roheisen zur Erzeugung von Panzerblech produziert werden.

Zwischen 1942 und 1945 arbeiteten die über 7000 Häftlinge des KZ-Mauthausen in der Deutschen Erd- und Steinwerke GmbH, im Hochofenschlackenwerk Linz/Donau und bei der Herstellung von Panzern in den Eisenwerken Oberdonau. Bis Kriegsende arbeiteten rund 20.000 Menschen in den Betrieben der Linzer Werke, welche zum wirtschaftlichen Motor der Stadt geworden waren. In den Jahren von 1938 bis 1945, stieg die Bevölkerungszahl der Stadt Linz auf 194.000 an. Dazu zählen auch die über 40.000 Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und Umsiedler sowie Flüchtlinge.

Bilder

Einzelnachweise

  1. voestalpine.com: voestalpine erzielt mit über 12 Milliarden Euro neuen Rekordumsatz
  2. voestalpine.com: Wer wir sind
  3. voestalpine.com: Geschäftsbericht 2009/2010, Highlights
  4. 4,0 4,1 voestalpine.com: Konzern-Überblick

Weblinks