Leisenhof


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Der Leisenhof ist der ehemalige Wirtschaftshof (Meierhof) des Kollegium Petrinum. Er befindet sich an der Straße Kreuzweg 2.

Bau

Der Leisenhof ist ein zweigeschossiger Vierkanthof mit Satteldach. Der Osttrakt wurde im Zuge einer Stall-Erneuerung 1875 über die Bauflucht des Hofes hinaus verlängert. Der westliche Scheunentrakt wurde 1900 erneuert und teilweise als Stall mit Traversengewölbe adaptiert.

Die Haupteinfahrt im Osten hat rundbogiges Granitgewände. In der dreijochigen Durchfahrt befindet sich ein Platzlgewölbe. Rechtsseitig Stalltüre mit flachbogigem Granitgewände und geschwungenem Sturz. Fassaden im Erdgeschoss genutet, im Obergeschoss mit Faschengliederung, durchgehend geputzte Fensterfaschen. Ostseitig im Erdgeschoss Ziergitter aus dem 19. Jahrhundert an den Fenstern.

Die Stallungen bestehen aus einer bemerkenswerten dreischiffigen Halle mit gestelzten Platzlgewölben auf kurzen toskanischen Granitsäulen. Die Säulen stehen auf überhohen Granitsockeln. Monogramm LD (Leopold Depil).[1]

Geschichte

Der Wirtschaftshof des Kollegium Petrinum war um 1750 im Besitz des Urfahrer Schiffmeisters Viechpauer, ab 1810 in dem der Familie Leis, nach der der Hof den Namen trägt. 1830 erwarb ihn der Linzer Bürger Peter Depil, dessen Familie ihn 1894 an den Diözesanhilfsfonds verkaufte. 1902 wurde nach dem Hof die von der Wischerstraße zur Petrinumstraße verlaufende Leisenhofstraße benannt.

Zukunft

In Zukunft könnte der Hof möglicherweise von der Jungschar der Diözese Linz als Ersatz für die Burg Altpernstein genutzt werden.[2]

Quellen

  • Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung
  1. Linz Denkmäler: Leisenhof
  2. Initiative für Burg Altpernstein als Ausflugsziel