Kleinmünchen (Gemeinde)


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Kleinmünchen war eine früher eigenständige Gemeinde am heutigen Stadtgebiet von Linz. Sie wurde 1923 eingemeindet und bildet heute den Kern des Bezirks Kleinmünchen-Auwiesen. Das Historisches Zentrum befand sich um das heutige Volkshaus Kleinmünchen an der Kreuzung Dauphinestraße, Zeppelinstraße.

Geschichte

Namensherkunft

Ursprünglich gehörte ein großer Teil von Kleinmünchen einem reichen Mann mit dem Namen Otto ze Munichen (Otto aus München). Er schenkte seinen Besitz dem in diesem Gebiet befindlichen Quirinus-Kirchlein, und im Laufe der Zeit änderte sich der Name Quirin über Kyrein zu Klein.

Kleinmünchen im 19. Jahrhundert

Kleinmünchen bestand noch im 19. Jahrhundert aus den vier Ortschaften Kleinmünchen, Scharlinz, Bergern und Sankt Martin. Sankt Martin wurde jedoch 1876 in die Gemeinde Traun ausgegliedert. 1834 lebten in der Gemeinde Kleinmünchen insgesamt 765 Menschen in 102 Häusern bei 167 Wohnparteien. Die Ortschaft Kleinmünchen bestand zur damaligen Zeit aus 63, großteils zusammenstehenden Häusern, die nördlich gelegene Ortschaft Scharlinz aus einer geschlossenen Siedlung mit 12 Häusern. Bergern verfügte 1834 über sieben Häuser in Streulage, Sankt Martin über 20 Häuser, die teilweise geschlossen, teilweise zerstreut an der Traun lagen. Die Bevölkerung lebte überwiegend von der Landwirtschaft oder verdingte sich als Tagelöhner. Wichtigster Betrieb dieser Zeit war eine Baumwoll- und Tuchdruckerei mit 15 Arbeitern. 1830 wurde weiters eine Baumwoll-Spinnfabrik mit 30 Spinnstühlen errichtet, in der 150 bis 200 Arbeiter beschäftigt wurden. An der Traun wurden acht Mahlmühlen betrieben.

Religion

Das erste Mal wird eine römisch-katholische Kirche in Kleinmünchen im Jahre 1290 erwähnt und zwar in einem Ablassbrief des Papstes Nikolaus IV. an die Kirche von Leonding zu der auch die Filiale „sancti Quirini in Municheyn“ gehört. Archäologische Grabungen aus dem Jahre 1982 brachten ans Licht, dass diese Kirche bereits die dritte an dieser Stelle war und somit die Geschichte Kleinmünchens bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Seit 1784 sandte das Stift St. Florian Geistliche nach Kleinmünchen. Schließlich wurde Kleinmünchen eine Expositur der Pfarre Ebelsberg und 1878 Josef Denk zum Pfarrkurator von Kleinmünchen ernannt.

Kleinmünchen war von zunehmender Industrialisierung geprägt und Denk erkannte die Notwendigkeit einer neuen, größeren Kirche und gründete 1889 einen Kirchenbauverein. Bereits fünf Jahre später – Kleinmünchen war seit drei Jahren eine eigene Pfarre – wurde der Grundstein für die neue Kirche vom Ölberg aus Jerusalem mitgebracht. Die Grundsteinlegung erfolgte am 20. August 1905 und bereits am 18. März 1906 fand die Feier der Turmkreuzstreckung statt. Am 22. Juli 1906 wurden die Glocken durch Propst Josef Sailer vom Stift St. Florian geweiht und am Nachmittag zum ersten Mal geläutet. Am 19. August 1906 weihte Bischof Franz Maria Doppelbauer die neue Kirche und zelebrierte die erste Heilige Messe.

Im Ersten Weltkrieg musste die Kirche ihre Glocken abliefern, ebenso das Kupferdach und die Prospektpfeifen, die 17 Kilogramm Zinn enthielten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche wiederum ihrer Glocken beraubt. Am 20. Dezember 1944 wurde die Kirche durch eine Fliegerbombe schwer beschädigt, die unter anderem auch die Hälfte des Presbyteriumgewölbes einstürzen ließ.

Die evangelische Johanneskirche wurde 1965 erbaut.

Ehemalige Bürgermeister


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