Freinberg


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Freinberg, von der Nibelungenbrücke aus gesehen
Sender Freinberg

Der Freinberg ist ein 405 m hoher Berg im Stadtgebiet der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz. Frühere Namen des Berges und der nördlich anschließenden, bis zur Donau reichenden Hügelkette sind Jägermarwald oder Galgenberg. Vom Freinberg aus kann man praktisch die komplette Stadt überblicken. Nach dem Berg war bis Ende 2013 auch ein Statistischer Bezirk des nunmehr ehemaligen Linzer Stadtteils Waldegg benannt.

Lage

Der Freinberg befindet sich etwa zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums (Landstraße). Geologisch ist er ein Ausläufer des Kürnberges und gehört damit zur Böhmischen Masse.

Auf dem Berg befinden sich der Sender Freinberg, das Gymnasium Kollegium Aloisianum (ein früheres Jesuitenkloster) und die Johannes-Kepler-Sternwarte. An den südlichen Ausläufern, der sogenannten Gugl, befindet sich das Linzer Stadion. Für die Turmbefestigung Linz wurde ein Probeturm auf dem Berg errichtet, der heute Teil des Aloisianums ist.

Geschichte

Der Freinberg dürfte bereits im Spätneolithikum besiedelt gewesen sein, wie Streufunde zeigen. Eine Befestigungsanlage aus späten Bronzezeit konnte ebenfalls nachgewiesen werden.[1] Diese wurde vermutlich dreimal errichtet und jedes mal durch Feuer zerstört. Die Wehranlagen wurden auf das 11. bis 9. Jahrhunder v. Chr. datiert.[2] Der Freinberg dürfte damit der erste dauerhaft besiedelte Ort im heutigen Linz gewesen sein. Später verlagerte sich das Zentrum der Besiedelung weiter Richtung Donau, auf den angrenzenden Römerberg mit der Martinskirche und dem Linzer Schloss.

Einzelnachweise

  1. http://www.univie.ac.at/urgeschichte/l&f/fe/kelten.html#Linz-Freinberg
  2. http://science.orf.at/science/urban/4681