Andreas Hauer


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Andreas Hauer (* 2. August 1965 in Ybbs an der Donau, Niederösterreich) ist ein österreichischer Jurist, Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Vorstand des Instituts für Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre der Johannes Kepler Universität Linz. Seit März 2018 ist er Richter am österreichischen Verfassungsgerichtshof[1]. Er ist Mitglied des Corps Alemannia Wien zu Linz[2] und der FPÖ nahestehend.

Leben

Andreas Hauer absolvierte zunächst das Diplom- und das Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien (1983–1989). Nach Ableistung seines Grundwehrdienstes (3. Gardekompanie / MTK; 1989/90) und nach kurzer Gerichtspraxis am Bezirksgericht für Strafsachen in Wien (1989-1990) war er als Universitätsassistent (1990–1998) und als Rechtsanwaltsanwärter (1993) beschäftigt. Von 1998 bis 2000 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am österreichischen Verfassungsgerichtshof. 1999 verlieh ihm JKU Linz die Lehrbefugnis für das Fach „Öffentliches Recht“.

Im Jahr 2000 wurde Hauer zum Universitätsprofessor für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des österreichischen Verwaltungsrechts und der Verwaltungslehre am Institut für Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre der JKU Linz ernannt. Er leitet an diesem Institut seitdem die Abteilung für Umweltverwaltungs- und Anlagenrecht. Seit 2002 steht er weiters der Abteilung Energierecht des Energieinstituts an der JKU Linz vor. Hauer ist stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtsbeirates der Volksanwaltschaft, stellvertretender Vorsitzender der Studienkommission Wirtschafts- und Technikrecht der JKU Linz und Ersatzmitglied des Raumordnungsbeirates des Landes Oberösterreich.

Kontroverse um Nominierung zum Verfassungsrichter

Im Februar 2018 sollte Hauer, nominiert durch die FPÖ, in den Verfassungsgerichtshof einziehen. In einem Hearing vor Nationalratsabgeordneten wurden Aussagen Hauers diskutiert, "Der EGMR kann (..) getrost als mitverantwortlich für die multikriminelle Gesellschaft bezeichnet werden, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in Westeuropa etabliert hat" (geäußert in einem Vortrag 2010, 2012 auch erschienen in einer Schriftenreihe des Innenministeriums), auch hatte er die Demonstrationen gegen den Wiener Akademikerball 2014 als Hassversammlungen bezeichnet.[3][4] Auch zu seiner Mitgliedschaft bei der als deutschnational gewerteten Corps Alemannia Wien zu Linz wurde er befragt.[5]

Er wurde schließlich am 7. März 2018 als Richter am Verfassungsgerichtshof angelobt[1].

Privates

Hauer ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

Quellen

  1. 1,0 1,1 FPÖ-Kandidat Hauer als Verfassungsrichter angelobt
  2. Verfassungsgerichthof: Vortrag bringt Kandidaten in Erklärungsnot - derstandard.at/2000074922479/Verfassungsgericht-Aufsatz-bringt-Kandidaten-in-Erklaerungsnot
  3. FPÖ-Kandidat Hauer für Neos "unwählbar" Verfassungsgerichtshof: FPÖ-Kandidat Hauer für Neos "unwählbar", diepresse.com, 24. Februar 2018}}
  4. Opposition fragt blauen VfGH-Anwärter nach "Hassversammlungen" - derstandard.at/2000074892956/Opposition-fragt-blauen-VfGH-Anwaerter-nach-Hass-Versammlungen, derstandard.at, 23. Februar 2018
  5. FP-Kandidat will mit Bekenntnis zu "Volksnation Österreich" punkten, Kurier.at, 24. Februar 2018

Weblinks

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